RSS RSS (Kommentare) Sidebar einblenden / ausblenden

viele alte steine 30. Juni 2010 um 15:39 Uhr

gleich mal als info vorweg: facebook ist in syrien und der tuerkei gesperrt, bekomm die nachrichten zwar als mail aber kann dann nicht antworten. und falls wer versucht haben sollte mir ein sms oder so zu schreiben, mein telefon (bzw die sim-karte) hat schon vor 3 monaten den geist aufgegeben. so aber jetzt:

hab mir in amman ein referenzschreiben fuer das syrische visum geholt, ausserdem noch einen tag auf stephan gewartet und dann auf nach syrien. grenzuebergang war mittelmaessig muehsam, viel buerokratie und viel zu zahlen wenn man mit dem auto rein will, dafuer war das visum kein problem, zumindest das fuer 15 tage.
sind dann gleich mal in den suedosten nach bosra gefahren, gibt da ein fettes amphitheater

img_2730

und noch ein paar weitere ruinen

img_2736

waren jetzt generell recht schnell unterwegs weil caroline nur noch wenig zeit fuer syrien gehabt hat, also viel anschauen und viel im auto

img_2751

krak des chevaliers, laut guidebook DIE kreuzritter-burg ueberhaupt

img_2752

schoen auf jeden fall, ausserdem spitze dass es mal ein bissl kaelter war, ausserdem hats zwischendurch immer wieder geregnet, willkommene abwechslung. und das ganze in nettem huegel-setting, fast wie daham

img_2770

die stadt tartus

img_2785

war eine sehr seltsame erfahrung, sind da ein bisserl durchspaziert und alle leute haben uns angeschaut als wollten sie uns auffressen, oder zumindest sonst irgendwie ums eck bringen. sogar kinder und alte mutterln. haben uns dann schnell von da verabschiedet

img_2788

der platz schaut wunderschoen aus, in wirklichkeit ist rund um den huegel ein industriegebiet, war trotzdem nett

dann in den osten nach palmyra und wiedermal viele alte steine

img_2797

und graeber und burgen

img_2854

und wieder waren alle leute ganz seltsam und ziemlich ungut, haben uns gar nicht mehr ausgekannt, schliesslich schwaermt jeder der mal hier war von der freundlichkeit hier. also auch nicht lang in palmyra geblieben und weiter nach damaskus gezogen. stephan hat sich wieder mal selbststaendig gemacht und ist richtung norden, ich treffe ihn vielleicht in ein paar tagen wieder.

und damaskus hat uns dann, eigentlich schon voellig unerwartet, komplett umgehauen was die leute betrifft, fuers erste essen wollt der nette wirt nix nehmen egal wie sehr ich insistiert hab, beim zweiten essen hab ich mit einem iraker gequatscht und der hat mir dann auch keine chance zu zahlen gelassen. die taxifahrer sind (fast alle) nett und mit den besitzern der ganzen shops im souk (bazar) kann man auch super plaudern ohne dass sie muehsam oder zu aufdringlich waeren. und zusaetzlich gibts auch noch schoene moscheen

img_2866

den letzten geschichtenerzaehler von damaskus, erzaehlt zwar in arabisch aber ist trotzdem unterhaltsam

img_2875

und am abend tausend leute in den strassen, in den muslimischen vierteln bei tee, im christlichen viertel bei bier und wein

img_2879

und gestern abend hat sich dann caroline auch schon wieder verabschiedet, vielen dank nach belgien fuer die nette reisebegleitung!

bin jetzt noch in damaskus, bzw ein kleines stueck ausserhalb auf einem campingplatz, wahrscheinlich noch bis morgen. und bin immer wieder ueberrascht wer sonst noch mit auto hierherkommt, war schon in jordanien seltsam. ich bins gewohnt jeden auto- und motorrad-overlander zu gruessen und ein bissl zu plaudern, hab mich natuerlich auch gefreut in jordanien nach monaten ohne anderen overlandern wieder ebensolche zu treffen. die freude war aber immer nur auf meiner seite, anscheinend reist man hier fuer sich und braucht keine zwischenmenschlichen interaktionen.

aber die besitzer der 2 autos die hier mit mir stehen sind nett, allerdings auch wieder ganz anders als ich unterwegs. was braucht man wenn man 4 wochen zu zweit mit dem auto auf urlaub faehrt?

img_2882

nazumindest einen fetten man-lkw mit ausfahrbarer wohnkabine, 2 motorraedern hinten drauf, 3 angetriebenen achsen und ueberrollbuegel. koennt ja mal eine schotterstrasse kommen
;)

und meine italienischen nachbarn sind auch nett, glaub ich zumindest, ausserdem sehr sauber

img_2883

heut war bei beiden autos waschtag, nachdem sie schon vorher sauber waren nehm ich an dass das nur aus spass am waschen passiert. werd vielleicht mal fragen ob sie das yak auch waschen wollen, muesst dann ja noch mehr spass machen als saubere autos zu waschen. wie auch immer, nette leute und immer wieder interessant und lustig zu sehen welche unterschiedlichen charaktere beschliessen sich mit dem auto auf den weg zu machen. die katze unter meinem auto und ich bekommen hier jedenfalls genug attraktionen geboten, brauchen den campingplatz gar nicht verlassen.

jordan, sweet nothing and culture 21. Juni 2010 um 19:04 Uhr

aqaba, im sueden, ist nicht der perfekte platz um wild zu campen, die meisten strandabschnitte sind von hotels belegt, hab mich aber im lonely planet schlau gemacht und rausgefunden dass es einen kleinen complex gibt bei dem ich um 2 dinar (ca 2,7€) stehen kann, als ich in der nacht da angekommen bin warens allerdings 8 dinar, und das war schon ein freundschaftspreis. hab mir gedacht egal, will in der nacht nix anderes suchen und bin sowieso fertig von saudi arabien, kann mir ja am naechsten tag was anderes suchen. hat sich dann aber herausgestellt dass es da ziemlich gemuetlich war, aus einer geplanten nacht sind daher 8 geworden, die tage hab ich tauchend oder schnorchelnd oder, groesstenteils, mit gar nichts verbracht. gesellschaft hat mir dabei stephan geleistet, ein franzose der 3 monate in jordanien, syrien und im libanon unterwegs ist. vom hotel selbst hab ich gar keine fotos aber das ist der blick vom hotel bzw von meinem auto auf den strand

img_2476

neben mir hat sich dann robert einquartiert, ein holllaender der gesundheitsbedingt nicht mehr arbeiten kann, er ist daher seit 2 jahen mit seinem motorrad unterwegs, das kommt ihn billiger als in holland zu wohnen und nichts zu tun

img_2474

nach einer woche voller gar nichts ist caroline aus belgien eingetrudelt, sind dann noch 2 tage in aqaba geblieben und waren auch gleich alle miteinander tauchen, ist sehr genial hier, besser als im oman. neben mir sind das youri, unser guide, caroline und stephan

img_2556

caroline hat mir auch ein ersatzteil fuers yak mitgebracht, der tausch hat dann 2 tage gedauert weil die mechaniker wieder mal super nett waren, dafuer, ganz was neues, vorschlaghammer und brecheisen als werkzeuge bevorzugen, ist einiges in die brueche gegangen und musste dann provisorisch nachgebildet werden

img_2482

haben uns von einer touragentur einreden lassen dass man im wadi rum nicht mit eigenem fahrzeug fahren kann und daher eine tour mit bedouinenjeep gebucht

img_2496

noetig waers nicht gewesen, zumindest nicht wenn ich den allrad wieder in gang bekomme der dem achstausch zum opfer gefallen ist. und fuer alle die wissen wo sich der zuschaltbare allrad befindet ist es jetzt eine denkaufgabe herauszufinden wie der beim tausch eines gelenks der hinterachse in die brueche gehen kann. wie auch immer, schoen wars im wadi allemal

img_2502

unter anderem 2 steinbruecken, die groesste und beeindruckenste hat unsere tolle jeeptour leider ausgelassen

jordan-181

alle brav am fotografieren

img_0579-518-x-691

und am abend haben wir in einem “beduinencamp” uebernachtet, spitze, beduinenessen war spaghetti bolognese, dazu ohrenbetaubender pop aus komplett ueberlasteten boxen, irgendwann gabs zum glueck stromausfall und dann war ruhe. aja und die moebel, sowohl tische als auch sessel, sind im beduinenstyle aus beton gegossen oder zusammengepappt

img_2541

sind dann wieder nach aqaba zurueckgebracht worden und haben das yak abgeholt, dann ueber den king highway nach petra getuckert, wunderschoene landschaft

img_2558

und am nachsten tag nach petra, durch den “siq” kommt man in die stadt

img_2575-518-x-691

die nabadaeer haben da, anstatt sie wie jeder normal denkende mensch einfach zu bauen, ihre bauwerke aus dem fels ausgemeisselt, durchaus beeindruckend

img_2580

durch einen wadi gehts rauf zur monastry

img_2630

und dahinter gibts ziemlich geniale aussichtspunkte, haben ausserdem klingende namen wie ‘end of the world’, ’sacrifice- viewpoint’ und sonstiges

img_2646

wieder brav fotos machen

img_0679

und ueberraschenderweise waren in der frueh wenig leute da, ab mittag dann fast ueberhaupt niemand mehr. haben uns einen extrem schoenen weg zum ‘high point’ raufgeschleppt, niemanden am weg getroffen und alle touristaende waren bestueckt aber verlassen

img_2672

haben natuerlich nur geschaut. und sonst halt wieder alles wunderschoen

img_2675

nach petra hat stephan dann beschlossen wieder zurueck nach aqaba zu fahren, wollte da einen monat bleiben und den divemaster-kurs machen. also mit caroline weiter richtung amman, weiter ueberr den kingshighway, zwischenstopp in dana, einem eigentlich verlassenen dorf in dem jetzt nur noch 3 bedouinenfamilien wohnen

img_2689

waer wunderschoen zum wandern aber wir waren zu fertig von petra am vortag, deshalb nur gefuttert und weiter

und uns ein nettes platzerl gesucht, kleines plateau mit blick aufs tote meer und israel

img_2700

gestern auch gleich im toten meer herumgeplanscht, lustig, ausserdem find ichs lustig dass ich nach dem everest-basecamp jetzt am niedrigsten punkt der erde war, das tote meer liegt 412m unter dem meeresspiegel

und dann weiter nach amman, haben gleich mal ziemlich lang gebraucht um in die altstadt zu finden, da ists dann ziemlich nett mit kultur in der mitte am huegel und rundherum stadt

img_2713

bin dann gleich am parkplatz am huegel zum schlafen geblieben, hat die touristenpolizei zwar nicht gern gesehn aber akzeptiert, caroline hat sich in der altstadt einquartiert. wollten dann zwar heut schon wieder weiter aber ich brauch noch ein empfehlungsschreiben von der oesterreichischen botschaft fuer das syrien-visa und hab die botschaftszeiten heut versaeumt, nur bis 11 offen, frechheit. mit dem empfehlungsschreiben ists dann auch noch nicht fix mit dem visum, offiziell gibts an der grenze keines aber ich hoffe natuerlich auf eine ausnahme, ansonsten wuerds muehsam werden. und stephan hat sich grad gemeldet, gab einige unstimmigkeiten mit der tauchschule, also kein divemaster und er setzt sich in den bus und kommt her, sind also ab morgen wieder zu dritt unterwegs und, inshalla, in syrien.

escort-service 8. Juni 2010 um 21:03 Uhr

bin wie geplant von abu dhabi mal bis kurz vor die grenze von saudi arabien gefahren und hab da noch eine nacht auf einem lkw-parkplatz gepennt. dann recht frueh aufgestanden und zur grenze, die grenzformalitaeten waren eigentlich ganz ok, war nach 3 stunden oder so fertig und alle recht freundlich. hab mich dann also zu mittag gleich auf den weg machen koennen, ueber al-hufut und al-dammam und dann an der grenze zu kuwait und gleich danach irak nach jordanien.
die saudische wueste hat mich gleich auesserst freundlich empfangen, die themperaturen waren irgendwo jenseits des annaehernd ertraeglichen und der wind/sturm ist von schraeg vorne gekommen, auesserst motivierend die drei tage mal mit einer hoechstgeschwindigkeit von 60km/h und einem staendig knapp zu heissen motor zu beginnen aber ich hab halt nicht wirklich eine alternative gehabt

img_2259

so hats ausgeschaut, und zwar die ganze zeit, manchmal ein bissl rauf und runter aber links und rechts nix zu sehen ausser sand. und manchmal nicht weit zu sehen weil der sand auch gern mal in der luft ist

die ehemaligen kamelreiter fuehren ihre kamele jetzt spazieren

img_2273

hab gelesen dass kutschierte kamele meist rennkamele sind aber die rennsaison ist eigentlich vorbei und solche kameltaxis sieht man alle 20min also bin mir nicht sicher was die mit den viechern machen

prinzipiell sind weisse kamele in saudi arabien aber eher die ausnahme, hab sonst fast nur schwarze gesehen

img_2413

und am fruehen abend bei dammam hats dann begonnen. polizeikontrolle, nichts aussergewoehnliches, freundliche polizisten und nach einer stunde herumtelefonieren war alles gut und ich durfte weiter. nach 10min dann polizei mit blaulicht hinter mir, ich will rechts ranfahren aber er faehrt neben mich und schreit “go,go,go” also fahr ich weiter. und wunder mich weshalb er mit blaulicht permanent hinter mir bleibt, denk mir eigentlich dass ihm die 70km/h irgendwann zu bloed werden muessen. aber bleibt weiter hinter mir, ich begreife also langsam dass das meine eskorte ist, wird mich wahrscheinlich bis an rand vom zustaendigkeitsbereich seines reviers begleiten, find ich lustig. macht er auch, was ich aber nicht erwartet hab ist dass am rand von seinem revier die naechste streife wartet, die abwechslung find ich nicht so schlecht, die zweite eskorte hat die scheinwerfer besser eingestellt, blendet weniger. ich ueberleg so vor mich hin ob sie mich beschuetzen oder sich vor mir beschuetzen und will das meine neue streife fragen, muss sowieso tanken und fahr deshalb auf die naechste tankstelle, die streife bleibt aber in einem respektabstand von 50 metern (natuerlich permanent mit blaulicht) stehen. als laenger kein tankwart kommt faehrt er kurz etwas naeher, sirene, dann wieder zurueck zu seinem beobachtungsposten. sehr seltsam.
naja, die fahrt geht also weiter, naechste streife ohne besondere vorkommnisse, dann kommt endlich streife nr 4 mit muhammed, der haelt mich zwischendurch an und bedeutet mir dass ich ihm folgen soll, wir fahren auf seine polizeistation, da sind alle super nett und es gibt kaffe, tee, datteln und leckeres huenchen mit reis das von allen zusammen mit fingern gefuttert wird. das ist muhammed

img_2303

englisch spricht keiner, sie deuten mir aber dass mich dann wieder eine streife weiter begleiten wird, frage also weshalb das notwendig ist und sie meinen wenn ich eine reifenpanne hab koennen sie helfen. und erst nachdem ich ihnen mein ganzes pannenequipment gezeigt hab um ihnen klarzumachen dass ich alleine klar komm verstehe ich dass sie mich vor boesen menschen beschuetzen wollen wenn ich stehenbleiben muss. das find ich sehr nett aber unnoetig, kann sie aber nicht ueberzeugen, also gehts wieder mit streife weiter.
um 3 in der frueh reichts mir dann, ich sag streife nr 7 dass ich dann mal schlafen will und die gibts weiter an streife nr 8 und bei denen schlaf ich dann vor ihrer polizeistation

img_2323

in der frueh (und immer zwischendurch) gibts dann wieder datteln, kaffee und tee, meine hoffnungen auf eine weiterfahrt alleine werden natuerlich gleich im keim erstickt, hab das schon erwartet und versuch also das beste draus zu machen. in den folgenden 2 tagen bin ich mit weiteren 22 streifen unterwegs, mit pkws

img_2337

mit pick-ups

img_2353

mit gelaendewaegen

img_2325

manchmal mit 2 streifen

img_2330

oft auch als verfolger

img_2349

und einmal mit einem herrn inspektor bei mir und einem daneben im streifenwagen

img_2324

und natuerlich etliche polziestationen

img_2350

mit datteln, kaffee, tee und ganz viel wartezeit, entweder auf die naechste streife oder weil die papiere von jeder einzelnen streife abgecheckt werden muessen

das beste an den polizeistationen sind die schlafraeume

img_2351

nach dem mitagessen (huehnchen mit reis) wird erst mal 2 stunden kollektiv gepennt, ist sowieso zu heiss fuer den motor

ich bemuehe mich sehr alles lustig zu finden, ist aber nicht leicht, jede streife stellt die selben fragen (wobei natuerlich niemand englisch spricht), muss immer alle papiere checken, mit der vorhergegangenen streife neuigkeiten austauschen und nach 2 minuten fahrt stehenbleiben um mir zu erklaeren dass ich schneller als 80 fahren darf und soll. und irgendwann beginnt ein auesserst unsympathischer polzist meinen pass einzukassieren und ab da wird der von streife zu streife weitergereicht, ist mir gar nicht recht.
die zweite nacht schlaf ich auf einem vollkommen uebrfuellten parkplatz direkt an der strasse den zwei polizisten ausgesucht haben nachdem wir eine stunde durch die stadt gefahren sind um ein hotel zu suchen bis ich ihnen endlich verstaendlich machen kann dass ich im auto schlaf. und auf den parkplatz kommt dann ein weiterer polzist, der will dann meinen pass behalten waehrend ich schlaf aber das ist mir dann doch zu bloed, deute ihm dass ich den jetzt sofort haben will und nach einer halben stunde herumtelefonieren gibt er ihn mir dann auch muerrisch und verabschiedet sich, allerdings nur um 10m weiter mit blaulicht meinen schlaf zu ueberwachen

und knappe 3,5 stunden spaeter, um 5 in der frueh, ruetteln er und 3 hoeher gestellte beamten in zivil auch schon wieder an meinem bus, zeit zum weiterfahren “go street jordan, go”. die beamten sind ganz aufgeregt und wollen den bus anschauen, ich bin ausserordentlich erfreut ueber die fruehe stoerung und haue die tuer gleich hinter mir zu, auf ihre agressiver werdende forderung den bus zu kontrollieren und ihnen den pass zu geben antworte ich ihnen ebenfalls “go street jordan, go” und fahre los, so bekommt keiner was er will, ich keinen schlaf und sie keine busbesichtigung

ignoriere die folgenden streifenwechsel komplett und warte nie, hab ja noch meinen pass, und irgendwann ist grad kurz keine streiffe da weil sie beim wechsel offenbar noch ganz dringend was besprechen muessen und ich fahr an eine tankstelle tanken und auch gleich fruehstuecken, und dann…

img_2386

bin ich ploetzlich frei! geniesse ich sehr, nehme an dass es ihnen dann doch zu bloed geworden ist, fahre gemuetlich richtung jordanien, meist entlang der grenze zum irak

img_2379

liege gut in der zeit, keine probleme oder allzu lange wartezeiten an 2 checkpoints. aber dann, 70km vor der grenze, gehts wieder los, ploetzlich wieder 2 streifen und grosse aufregung weil ich schon so lang von allen gesucht werde, ich bin verlorengegangen. jeder hat gewusst dass ich die einzig existierende strasse geradeaus weiterfahren werde, geparkt hab ich beim fruehstuck direkt an der strasse, meine fluchtgeschwindigkeit war weiterhin 70km/h und ich habe 2 checkpoints mit allen pass- und papierkontrollen durchfahren. naja, ganz offensichtlich kann man also auch so verlorengehen. wie auch immer, mein pass wird gleich wieder kassiert, die letzten 70km dauern dann noch mit streifenwechsel und wartezeiten knapp 3 stunden aber irgendwann bin ich an der grenze. auch da bekomm ich meinen pass noch nicht, die letzte streife erledigt alles und haendigt mir meinen pass direkt an der letzten schranke aus, ich werde quasi aus dem land serviciert. einen fuer mich wichtigen stempel fuer ein extra gcc-laender-deposit das ich in dubai hinterlegt hab bekomm ich nicht, finde niemanden der englisch spricht und meine weigerung saudischen boden zu verlassen bis ich den stempel habe werden sehr ungut aufgenommen, hoffe also das geld trotz fehlendem stempel irgendwie wiederzubekommen.

also voellig fertig in jordanien angekommen, schliesse da um 110€ (!!!) eine versicherung fuer einen monat ab. willt dann nur noch schlafen, tut mir dann aber ein kleiner autostoppender polizist am wegrand so leid dass ich ihn mitnehme, denk mir ich nehm ihn zur naechsten kreuzung mit von der aus er besser stoppen kann

img_2417

das wars dann aber mit kreuzungen, ausserdem auch mit anderen autos, fahre also viel laenger als ich will, sehe schoene schlafplaetze aber kann den kleinen nicht mitten im nichts aussetzen. als ich dann endlich im rueckspiegel einen lkw seh versuch ich ihm verstaendlich zu machen dass er den stoppen soll weil ich da schlafen will, versteht er nicht, will dass ich am beifahrersitz schlafe und er faehrt, bleibe aber trotzdem stehen und setze ihn in den lkw. tut mir zwar jetzt noch leid weil er sicher nicht verstanden hat dass ich nicht in die naechste stadt will und daher geglaubt hat ich will ihn einfach so los werden aber ging nicht anders. und dann endlich wohlverdient das gute yak an einem einsamen platzerl zwischen den huegeln geparkt

img_2433

und gleich am erstaunlich gemuetlichen steinboden eine runde gepennt weil ich zu fertig fuer duschen oder essen machen war

img_2436

der wuffi hat waehrenddessen geschaut dass mir und dem yak nix passiert

img_2446

und heut bin ich weiter nach aqaba im sueden, bin noch immer komplett fertig und werd schaun dass ich die naechsten paar tage mal gar nichts ausser schlafen mach. und hoff dass mir das auto die plaene nicht durchkreuzt, war ganz brav in saudi arabien aber heut hats mir ein bissl sorgen bereitet, egal, denk ich morgen drueber nach. und freu mich trotz aller anstrengungen die damit verbunden waren dass ich durch saudi durch bin, war (abgesehen von den unvorhersehbaren sachen) das groesste fragezeichen der heimfahrt, also eiegntlich alles wunderbar
:)

end of oman, starting the long way through the desert 4. Juni 2010 um 14:07 Uhr

genial ists im sueden vom oman weitergegangen, da ists ein bisserl kuehler weil ein kleines gebirge die wolken am kuestenstreifen haelt

img_1995

wieder mal ein paar nette wadis (flussbetten) mit suesswassersee und dazugehoerigen kamelen gefunden

_mg_8317-518-x-777

diese kameldame ist nach anfaenglicher scheu ganz verliebt gewesen und war eifersuechtig wenn ein paar artgenossen auch gestreichelt werden wollten, wollte dann auch mit uns kommen, haben aber keinen platz fuer sie gehabt

ausserdem natuerlich etliche inder getroffen (fast mehr als omanis)

_mg_8517

lustige damen bei den weihrauchstaenden

r0014912

nach wie vor geniale schlafplaetze und abwaschmoeglichkeiten

r0015088

nach 4 tagen wieder in den norden richtung maskat aufgebrochen, am weg noch in nizwa vorbeigeschaut, da gibts ein schoen renoviertes fort

img_2053

moschee, man darf aber im oman seit einiger zeit als nicht-muslim in keine moscheen mehr rein, schade, hab das im iran ziemlich genossen

img_2065

auch im “touristischsten” laden der stadt wars super nett mit dem inhaber zu quatschen

img_2236

strasse in einen wadi gleich ums eck von nizwa

img_2103

kleines feines wadidorf

img_2114

waren nur er und ein zweiter hirte da, die anderen dorfbewohner wohl gerade mit ziegen oder so unterwegs, hat uns gleich mit leckerem quellwasser verkoestigt und den weiteren weg gezeigt

img_2123

nette wadi-canyons

img_2150

und seit 30 jahren leerstehende geisterstaedte, in lehmhaeusern wohnt heut fast keiner mehr, seit der klimaanlage wird westlich gebaut

img_2195

wieder zurueck in maskat haben wir die erste nacht wieder am strand geschlafen, hat aber eine dermassen unertraegliche luftfeuchtigkeit und hitze gehabt dass wir uns dann eine nacht ein zimmer im oman dive center geleistet haben, nicht billig aber sehr, sehr gmiachtlich und leckeres futter

r0015476

und dann hat mich die geli auch schon wieder verlassen, vielen dank fuer den besuch liebe geli, hat mich ausserordentlich gefreut mit dir durch den oman zu tuckern!!

img_2023

war am naechsten tag noch tauchen, haben mir einige leute gesagt dass ich das unbedingt machen muss wenn ich im oman bin, war recht nett, allerdings nicht wahnsinnig spektakulaer. am naechsten tag noch jordanien-visum in maskat besorgt, war gleich begeistert von der freundlichkeit aller botschaftsbediensteten und der anwesenden jordanier. naja, zumindest bis das gespraech irgendwie auf das gazastreifen-debakel gekommen ist, da haben sie mich dann alle dazu angehalten daheim dafuer zu sorgen dass alle so wie sie meinen dass gott die juden endlich vom erdboden fegen sollte

dann weiter nach abu dhabi, da kann ich praktischerweise bei gavin, einem freund von rebecca aus brisbane, schlafen, hab da auch gleich bei weniger freundlichen angestellten auf der saudischen botschaft vorgesprochen und, heureka, bereits nach zwei tagen herumgefahre und dokumentenaustausch ein transitvisum in der tasche! leider nur fuer 3 tage, nicht wie erhofft fuer 7, damit ist jegliches sightseeing von vornherein ausgeschlossen, die kuerzeste strecke geht 1850km durch die wueste, mein auto ist nicht schnell, die wueste heiss und angeblich muss man die haelfte der drei tage fuer grenzformalitaeten berechnen. werde mich daher heut nachmittag auf den weg an die grenze machen und diese morgen frueh passieren, und wenn alles gut geht meld ich mich in kuerze schon aus jordanien