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going bush part II 19. Februar 2010 um 07:39 Uhr

nach ueber drei wochen quer durchs land bin ich jetzt im osten angekommen, wie ich hierhergelangt bin:

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der kings canyon in der naehe des uluru, da hab ich bei einem wasserloch diese drei herren getroffen:

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sebastian, fabian und stefan aus deutschland, waren auch mit einem 4wd unteregs und hatten so wie ich vorgehabt ueber eine 4wd-strecke nach alice springs weiterzufahren, sie waren sich nicht sicher ob ihr auto genug bodenfreiheit hat und mir ist gerade der starter eingegangen, haben daher beschlossen uns mal zusammen auf den weg zu machen

im endeffekt haben wir zwar pannenhilfe leisten muessen aber bei einem dritten auto, ein deutsches paerchen hat auf der strecke zwei reifenschaeden gehabt und nur einen ersatzreifen im gepaeck, haben geschaut dass der kaputte reifen samt dem maedl in den naechsten ort kommt um dort repariert zu werden und die zwei am naechsten tag wieder an den srassenrand gestellt um zu ihrem auto zurueckzustoppen

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in alice hab ich’s dann nach einer werkstaetten-odysee geschafft den starter wieder fit zu bekommen, ausserdem hab ich noch einen beifahrer nach cairns gesucht zwecks treibstoffkostenteilung, und, eh klar, einen kleinen deutschen gefunden, andi, waren daher zu fuenft unterwegs

devils marbles, ein haufen runder felsbrocken aus vulkangestein

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geniale sonnenuntergaenge

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und je weiter wir oestlich gekommen sind desto nasser ist es geworden, da alle anderen 4 im zelt geschlafen haben haben wir immer versucht was ueberdachtes zu finden

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einmal mit fetten roadtrains darauf gewartet dass eine ueberflutete strasse wieder geoeffnet wird

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war dann aber nur ca 20cm tief

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haben immer wieder versucht den highway zu verlassen und ein bisschen interessantere strecken zu finden, war bloederweise alles gesperrt, haben zwar trotzdem unser glueck versucht aber im endeffekt immer mit massiver schlammpackung zurueck an den start muessen

teilweise gabs die schlammpackung auch bei befestigten strassen, bei entgegenkoimmenden roadtrains kann man sich nur noch in den gatsch retten (und hoffen dass das heck nicht kurz vor dem road train wieder beschliesst noch mal kurz auf die strasse zu driften wie es hier grad der fall gewesen ist)

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andi war das alles dann etwas zu aufregend, nachdem er des oefteren angst um sein leben verlautbart hat hat er beschlossen die letzte strecke mit dem bus zurueckzulegen, wir waren ihm auch zu langsam unterwegs. sind dann also wieder zu viert weiter. haben zwei tage in den tablelands verbracht

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geniale landschaft mit etlichen wasserfaellen und schoenen seen

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fabian und sebastian sind dann direkt nach cairns, stefan ist mit mir weiter noerdlich nach cape tribulation gefahren, regenwald bis an den strand, ins wasser kann man allerdings nicht weils vor krokos und toedlichen quallen wimmelt

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ist ein sehr seltsames gefuehl gerade noch durch die great victoria desert gefahren zu sein und jetzt im dauerregen im regenwald zu stehen…

erstaunlicherweise war dann die 4wd-strecke von cape tribulation nach cooktown befahrbar, endlich wieder eine etwas anspruchsvollere piste mit vielen flussquerungen, war die bisher mit abstand schoenste strecke in australien

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cooktown war dann wenig interessant, verregnet und moskitos, haben uns daher wieder auf den weg in den sueden gemacht und sind heute nach einer slalomfahrt zwischen kuehen, pferden, schlangen, kroeten, wildschweinen, wildkatzen und wallabies (kleine kaengurus von denen eines beschlossen hat sich meinen unterboden genauer anzusehen) in cairns angekommen. hier muss ich jetzt mal schauen wie ich weitertue, einiges ist am auto zu machen, die verschiffung nach wie vor nicht geregelt und einige dokumente muss ich zur verlaengerung nach oesterreich zurueckschicken. ausserdem sollte man sich das great barrier reef etwas genauer ansehen wenn man schon mal hier ist, werd also wohl mal ein paar tage hierbleiben bevors weiter in den sueden geht

going bush 3. Februar 2010 um 04:19 Uhr

so jetzt gabs lang keinen internetzugang deshalb die lange wartezeit und das noch laengere update:

nach michis abflug bin ich schleunigst nach gnaraloo aufgebrochen um noch ein letztes mal den wind an der westkueste zu suchen, ausserdem solls hier die besten wellen westaustraliens geben, das schild an der abzweigung nach gnaraloo schaut schon vielversprechend aus

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zuerst hats aber mal wieder zwei tage warten geheissen, hab mich schon mal auf die fliegensituation im outback vorbereiten koennen

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danach gabs aber 2 tage guten wind und spitzen swell

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der erste tag war durchaus ein kampf, gibt sehr viele gefaehrliche stellen auf die aufgepasst werden muss, ein paar surfer mussten unachtsamkeiten hier schon mit ihrem leben bezahlen, mir ist zum glueck nix passiert, von den 15 bis 20 surfen am diesem tag hat sich einer den mast und einer den haxenn gebrochen. und das obwohl das niveau extrem hoch war, der grossteil der leute war mehrere klassen besser als ich

nach den 2 tagen war der wind dann wieder ein bisschen sparsamer, hat aber zuindest gereicht um hinauszutuempeln und mit den wellen zurueckzufahren. und damit mir nicht zu fad wird haben sich wilhelm und elias aus belgien unter meinem vordach einquartiert

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windmangel macht sich am geisteszustand eines jeden surfers bemerkbar, elias war so langweilig dass er mit chinesischen staebchen auf fliegenjagd gegangen ist (also natuerlich im sitzen), hat nach einer stunde sogar eine erwischt

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bin dann nach einer woche gleichzeitig mit den beiden und chris, ebenfalls einem belgier, wieder von gnaraloo aufgebrochen, einen tag waren wir noch zusammen unterwegs, dann sind alle in verschiedene richtungen, ich landeinwaerts

und jetzt schauen die strassen mal fuer ein weilchen so aus, ca 50/50 wellblech/smooth travelling

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der mount augustus, 2 1/2 mal so gross wie der ayers rock und damit der groesste monolith der welt

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hab mir gedacht dass es ja kein problem sein kann auf die 1100m raufzuhatschen, die abolut geistesgestoerte hitze (besonders beim abstieg durch einen felsenkessel) hat mich aber fast eingehen lassen, war sehr froh als ich wieder beim auto war. generell hab ich ja gewusst dass es im landesinneren heiss ist aber was hier hitzemaessig abgeht ist einfach nur abartig, nicht mal in der nacht wirds ertraeglich und der fahrtwind ist schon schmerzhaft heiss. hab eigentlich gedacht nach der iranischen wueste zu wissen was trockene hitze ist aber gegen das hier war der iran erfrischend kuehl. gestern wurde mir auch gesagt dass es zwar immer heiss ist hier aber dieses jahr besonders, offensichtlich dreht das wetter hier temperaturmaessig alle 7 jahre durch und jetzt ist es grad soweit

na wie auch immer, bin weiter durchs outback geholpert und hab trotz materialschonenster fahrt mehr als einmal reifen wechseln muessen

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der is hin, haben alle wiederbelebungsversuche im naechsten ort nichts geholfen, hab mir mit sehr viel widerwillen einen neuen reifen kaufen muessen der nicht mal die dimenisonen von meinem reifensatz hat aber halt der einzige war der auf meine felge passt und das war im groessten “ort” fuer die naechsten paar tage ohne asphalt

die wenigen autos die ich seh (5 in 9 tagen) haben auch grad eine panne, dieser hier hat sich nicht ueberschlagen (oder zumindest nicht aktuell), ist von einer aborigine-familie die ich schon am vortag am wegrand aufgegabelt hab, hab ihnen starthilfe und wasser gegeben, haben schon einen ganzen tag ohne wasser auf ein auto gewartet

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am naechsten tag hab ich sie wiedergefunden, sind nicht weit gekommen und ein reifen ist geplatzt, hab sie wieder mit wasser versorgt und geschaut dass zwei von ihnen in der naechsten stadt ankommen um einen abschleppdienst zu holen

und ich schlaf halt auch ohne panne im busch

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begegnungen wie diese sind leider selten, von den viechern seh ich sonst meist nur die spuren oder sie verabschieden sich ziemlich schnell wenn sie sich entdeckt wissen

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weiter auf der great central road oder outback-way, gesauemt mit autowracks

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und kamelleichen, habe aber noch immer kein einziges lebendes kamelviech gesehen obwohl hier angeblich 500.000 bis 800.000 herumstrawanzen, wie im iran, da haben sie auch lang auf sich warten lassen

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dafuer schoene und einsame outbackpisten durchs rote herz australiens

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und mit der “bloods range” kommt dann endlich auch etwas gruen und ein paar huegel in die sonst nicht allzu abwedchslungsreiche great victoria desert

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und gestern bin ich dann am ayers rock angekommen, nett, eigentlich beeindruckender als der mount augustus aber natuerlich viele touristen, da war die einsame stimmung beim groesseren monolithen natuerlich ganz anders, trotzdem natuerlich cool und auch nicht schlecht wieder mit leuten quatschen zu koennen

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werd mich heut weiter zum kings canyon aufmachen, internet ist hier ziemlich muehsam und sauteuer, daher kann ich mails erst in ein paar tagen aus alice springs beantworten. nur mal vorweg, nachdem schon viele nach dem weiteren plan gefragt haben, nach deutschland verschiffen will ich nicht, versuche eine moeglichkeit zu finden ende maerz nach dubai zu verschiffen und von dort nach hause zu fahren, ist zumindest der derzeitige plan, mal sehen obs funktioniert