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freude, schoener goetterfunken… 30. Juli 2010 um 13:41 Uhr

…europa hat mich wieder. zumindest mal im geografischen sinn, im politischen ist das ja so eine sache mit der tuerkei. die tuerken die ich gefragt hab wuerden sich eher zu europa zaehlen obwohl nur 4% des landes auf dem europaeischen kontinent liegen.
aber wie auch immer: bin dann noch ein paar weitere tage in antalya geblieben, wollt noch den beginn von einem dj-festival abwarten und ausserdem wars so lustig mit allen leuten. da haetts dann sogar einen fernsehbericht ueber mich geben sollen, quasi ich bin um die welt gefahren nur um aufs tolle festival zu kommen, ausserdem haett ich interviews machen sollen. ist dann aber immer verschoben worden, am ersten abend waren auch so ca 150 leute statt den erwarteten 4000 da, der dreh wurde dann auf den 2.tag verschoben aber da wars mir dann zu bloed und ich hab beschlossen doch mal aufzubrechen.
na und weil ich so ein toller gast war haben eray, sein mitbewohner nuri und sein areitskollege ahmet befunden dass sie mich noch ein bisschen begleiten muessen, sind also alle vier nach olympos weitergefahren

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von links nach rechts sind das nuri, ahmet, die bestizerin von dem lokal vor dem wir gestanden sind (auch eine freundin von den dreien) und eray. und am abend sind noch erays cousine eylem und tebriz (oder so aehnlich) dazugekommen

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waren also genug leute ums lustig zu haben und olympus selbst ist auch ganz nett

aber irgendwann dann halt doch abschiedsfoto, den gelben t3 hat eray aus italien hergebracht

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hab mich dann mit vielen guten tipps und ratschlaegen weiter auf den weg gemacht, ist allerdings nicht leicht hier schnell voranzukommen, bin immer wieder von straenden und so aufgehalten worden. weil, was den massentourismus betrifft, der ist westlich von antalya auch nicht mehr so wirklich ausgepraegt

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ja und, wie immer, hinterland mit schoen und syncro-gerechten strecken

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von dem platz bin ich dann aber leider weeggestampert worden, macht nix, hab ich mich im wald versteckt

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hab mir dann zwischendurch mal angeschaut wie viel zeit ich noch hab und hab dadurch erst bemerkt wie sehr ich herumgetroedelt hab, war zwar sehr sehr angenehm aber hab dadurch ein bissl einen stress aufgerissen und musste quasi alle tipps in den wind schlagen, alle plaene canceln und doch ein bissl ans kilometermachen denken

und diesen plan hab ich dann auch einen tag lang wunderbar verfolgt. als ich nach foca gekommen bin (uebrigens auch sehr schoen) hab ich dann allerdings erfahren dass da am naechsten tag ein rockfestival startet und ganz unbesucht hab ich das auch nicht lassen koennen. also ein bisserl in foca geblieben, hatten da sogar einen vorreservierten parkplatz fuer mich

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location fuers festival war eine halbinsel mit buehne quasi schon am wasser

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war ziemlich ok, genau die richtige groesse, karte 5 tage inkl camping 35€, bier 1,5€, kebab 1,5€. so haett ich das in oesterreich bitte auch gerne. einziges manko, und fuer ein festival von nicht geringer relevanz, war die qualitaet der bands, war eigentlich nur eine gut. aber war der erste von 5 tagen, wollten die veranstalter wahrscheinlich noch nicht ihr ganzes pulver verschiessen.

war aber nur einen abend am festival, wie schon erwaehnt muss ich ein bissl weiterkommen, will naemlich noch die evi in athen besuchen. also falls die griechen wieder die tankstellen oeffnen, wenn die weiterstreiken muss ich das canceln sonst sitz ich naemlich naechstes wochenende ohne treibstoff auf einer griechischen autobahn statt im podo. aber egal, bin also gestern weiter und, wie schon erwaehnt, gleich bis zur kontinentgrenze gekommen. nachdem istanbul von der kueste aus ein ziemlicher umweg gewesen waere hab ich daher diesmal die dardanellen dem bosporus vorgezogen. grad noch in asien

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dauerts nur 10min nach europa

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und da bin ich jetzt, traraa, und schlag auf schlag gehts weiter, faehre hinter mir und griechenland direkt vor mir, in einer stunde bin ich also auch politisch ohne zweifel in europa. und unfassbarerweise voraussichtlich in einer woche zuhause. kinder, wie die zeit vergeht.

cruising the tuerkische riviera 21. Juli 2010 um 19:54 Uhr

bin von syrien ueber eine kleine grenze in die tuerkei gefahren, das war praktisch weil da hat niemand gewusst was er mit mir anfangen soll, dadurch ist auch keinem aufgefallen dass ich eigentlich noch 200 dollar dieselsteuer nachzahlen muss, also gut so.
und in der tuerkei hab ich mir gedacht dass ich moeglichst schnell an die kueste will, hab mir deshalb gleich mal tuerkische muntermacher reingehaut

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und bin ueber ein paar huegel an die kueste gefahren

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und da wars dann erst mal aus mit der romantischen vorstellung eines schoenen mittelmeeres das ich jetzt 3 wochen gemuetlich entlangtuckern kann. bin bei mersin ans meer gekommen und hab mich dann bald gefragt wann die stadt aufhoert, nach 50km hab ich dann einsehen muessen dass das schon lang nicht mehr die stadt ist sondern die kueste einfach so aussieht hier. 10m strand, kleiner asphaltierter gehweg und dahinter 4 reihen hochhaeuser und ferienclubs. und das ganze noch komplett versaut und eine milliarde touristen pro quadratzentimeter, zwar ausschliesslich tuerkische touristen aber das hats auch nicht besser gemacht. hab also schon das schlimmste befuerchtet fuer die naechsten tage, zum glueck is es aber nicht ewig so geblieben, zwischen silifke und alanya hab ich doch noch zumindest ein stueck von dem kuestenabschnitt gefunden den ich fuer den ganzen weg erhofft hab

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besonders wenns zwischendurch ins hinterland gegangen ist

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weil die kueste eine steilkueste ist

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ganz so bleiben wirds aber auch hier nicht, wird schon fleissig an einer autobahn, oder zumindest schnellstrasse, fuer den abschnitt gearbeitet

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und nicht ins hinterland gefahren sondern an der kueste geblieben bin ich weil vergangenes wochenende die geli noch mal vorbeigeschaut hat, flug hat sie nur nach antalya bekommen, habe mich schon darauf eingestellt hier bedingungen wie bei mersin vorzufinden. aber, hoechst erfreulich, antalya ist anders, die tausend russischen, deutschen und oesterreichischen touristen bekommt man quasi gar nicht zu gesicht weil sie alle in ihren clubs bleiben, alles ist bedeutend sauberer und die leute ziemlich genial. bei der suche nach einem campingplatz bin ich gegenueber vom oeffentlichen strand auf ein kleines waeldchen gestossen, da campen 4 oder 5 tuerkische familien aus ankara und der umgebung hier, hab ich mich dazugestellt

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und vom ersten moment an haben sich alle um mich gekuemmert, koennte den ganzen tag damit verbringen eine einladung nach der anderen zu fruehstueck, mittag-, abendessen oder zumindest cay wahrzunehmen

freitag abend ist dann geli angekommen und wir haben uns fuers wochenende in die berge verzogen, nur 10km im hinterland schauts dann wieder komplett anders aus, schoen naemlich und nette kleine doerfer

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leckere forellen um fast kein geld und die dazugehoerigen baeche

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und seit sonntag abend bin ich wieder allein, hab mir gedacht ich geh am montag noch zur werkstatt und fahr dann gleich weiter. in der werkstatt ist dann ein bisserl was repariert worden und ein bisserl was zerstoert worden, am rueckweg hab ich dann aber praktischerweise eray getroffen. eray ist auch mit t3 unterwegs, nachdem er ein italienisches nummerntaferl hat bin ich gleich mal stehengeblieben, hat sich dann herausgestellt dass er tuerke ist der im winter immer in italien wohnt, hat mich gleich am naechsten tag zum fruehstueck eingeladen und gemeint nachher zeigt er mir eine werkstatt bei der der schaden noch am geringsten gehalten wird. haben wir dann auch so gemacht, das ist eray am naechsten tag beim spureinsteller

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naja und dann hab ich auch den restlichen tag mit eray und seinen freunden verbracht, am abend dann auch die altsatd angeschaut

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auch nett, touristen nur direkt am hafen und alle leute genial

ja und heut wollt ich wieder weg und bin aber immer noch da, wieder den ganzen tag mit eray und seinen freunden unterwegs und am abend gehts wieder zu meinen familien am strand. also mein antalya-fazit bisher bestaetigt zwar die komplette nicht-existenz von netten straenden und natur aber die leute hier schaffen es in beeindruckender art und weise diesen mangel mehr als wett zu machen

die suche nach einsamkeit 10. Juli 2010 um 17:23 Uhr

also wegen heimkommen: werde am 7.8. nachmittag in podersdorf eintrudeln wenns stimmt, wuerd mich natuerlich freuen den einen oder anderen da zu sehen, bin aber natuerlich niemand boese der keine zeit/bock hat, werd wahrscheinlich eh mit mehr als 2 leuten ueberfordert sein. und nach den ganzen monaten in muslimischen laendern sowieso nach 2 bieren umfallen.

ansonsten: war in damaskus schon am aufbruch als zwei hollaender am campingplatz eingetrudelt sind, yasper und ralf, ebenfalls mit t3 unterwegs

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mit denen wars dann ganz lustig, ausserdem haben sie mir geholfen den allrad am yak wieder zu aktivieren. hat meine abreise noch mal um 2 tage verzoegert, macht nix, hab ja nicht unbedingt einen fixen zeitplan. bin schon froh wenn ich einen ungefaehren plan hab was ich am aktuellen tag so vorhab

danach weiter in den norden zu den dead cities, sind staedte die aus unbekanntem grund verlassen wurden und jetzt als geisterstaedte herumstehen, hab mir gedacht da kann man sicher gut campen. in einem kleinen ort kurz davor hat mich dann aber romeo gefunden

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und dann war ich statt zu campen 2 tage bei ihm und seiner familie, exrem nette und liberale leute, hab einiges gehoert was ich mir in einem arabischen land sicher nciht erwartet haette. und auf dem bild gibts gerade ausgiebiges fruehstueck, ueberhaupt wurde ich da ziemlich gemaestet

und zwischendurch mal kurz die dead cities angeschaut

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waer tatsaechlich extrem genial da zu campen aber daran war in dem fall natuerlich nicht zu denken

daher nach 2 tagen weiter nach aleppo

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dort den stephan noch mal am abend getroffen, als ich um mitternacht zum auto zurueckgekommen bin hat mich der nette mann vor dessen garten ich gestanden bin schon erwartet und dann hats noch tee und futter bis 02:30 gegeben

wollt in aleppo eigentlich mein visum verlaengern lassen, ist eindeutig nur fuer 15 tage, die leute beim immigrations-buero haben aber gemeint dass ich bis zu einem monat gar nix machen muss. na mal schauen was die netten leute bei der ausreise dann dazu meinen.

jedenfalls nicht lang da geblieben weil ich jetzt eh so viel stadt gehabt hab in letzter zeit, wollte wieder mal ein paar tage ganz allein sein und hab mir gedacht im euphrat-tal ist das sicher problemlos moeglich. am ersten abend in die wueste neben bahnschienen gestellt, am abend besuch von ein paar kindern bekommen, in der frueh von einer sehr selstsamen bewaffneten sicherheitsmanschaft oder so die auf einer draisine dahergekommen ist. die waren eher ungut und wollten dann dass ich das auto stehenlasse und mit ihnen mit der draisine mitkomm, hab ich nicht gemacht und bin weg

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qalaat jabar, von der burg ist nicht mehr viel uebrig aber das setting kann man lassen. ausserdem lustig dass man zu einem wirten gehen muss der einen dann in die burg reinlaesst und gleich einsperrt, zu einer ausgemachten zeit laesst er einen dann wieder raus

weiter nach rusafa, hab gedacht dass das ruinen mitten in der wueste sind und ich da gleich ein einsames nachtlager find. sind auch ruinen in der wueste aber ein dorf gleich daneben, dieser traktorfahrer war dann nur der erste meiner begleiter

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wieder viele alte steine

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hab dann trotzdem da geschlafen, sind ja alle super nett, hat halt wenig mit meiner suche nach ein bissi fuer mich sein zu tun gehabt

am naechsten tag weiter den euphrat entlang nach zenobia, den naechsten alten steinen. das euphrat-tal ist schoen, allerdings ist alles was gruen ist, also alles links und rechts vom fluss, bebautes farmland. hab dann trotzdem einen schoenen platz am wasser gefunden

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und schon fast gedacht dass ich da allein bleib, besuch hat aber nicht lang auf sich warten lassen

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eine familie vom naechsten dorf, waren sehr lustig drauf, ausserdem wars mal eine auesserst willkommene abwechslung dass die maedls auch gelacht und mit mir geredet haben. also irgendwie kommuniziert besser gesagt, englisch hat niemand gesprochen und mein arabisch kommt auch nicht ueber die ersten hoeflichkeitsfloskeln hinaus

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die alte war am lustigsten, hat ausserdem immer meine sonnenbrille aufgesetzt und sich dann am meisten drueber abgehaut wie sie damit ausgesehen hat. haben mich zu sich eingeladen aber ich hab die ruinen noch nicht gesehen gehabt, daher dankend abgelehnt und am abend sind sie wieder abgezogen.

nach noch einem weiteren abendlichen besuch von einem schafhirten hab ichs dann in der frueh zu den ruinen geschafft und mir da einpassendes fruehstuecksplatzerl gesucht (is ein bissl ein suchbild)

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und danach weiter nach deir ez zur, kleine stadt aber sehr viel betrieb und am markt wird so viel geschrieen wie nirgendwo sonst

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hab da nur vorraete aufgefuellt und was gefuttert und dann…

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hab ich doch tatsaechlich…

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das stueck wueste und einsamkeit gefunden das ich schon seit tagen gesucht hab…

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und das geniesse ich gerade ziemlich, das wetter meints auch gut mit mir und schickt mir viel wind, dadurch ist die hitze ertraeglich und die moskitos lassen mich in ruhe. werd das noch ein bissi auskosten und mich dann schweren herzens quasi von all den wuesten auf der reise veranschieden muessen. waren oft muehsam, manchmal saumuehsam, aber auch immer schwer beeindruckend, wird mir schon ein bissl abgehen. und morgen, wenn ichs geschafft hab mich hier loszureissen, mach ich mich dann - mit kurzem zwischenstopp um diese wundervolle reiiseabschnittsdokumentation online zu setzen - auch schon auf in richtung tuerkei, sind keine 200km mehr von hier. schee wors wieder mal

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viele alte steine 30. Juni 2010 um 15:39 Uhr

gleich mal als info vorweg: facebook ist in syrien und der tuerkei gesperrt, bekomm die nachrichten zwar als mail aber kann dann nicht antworten. und falls wer versucht haben sollte mir ein sms oder so zu schreiben, mein telefon (bzw die sim-karte) hat schon vor 3 monaten den geist aufgegeben. so aber jetzt:

hab mir in amman ein referenzschreiben fuer das syrische visum geholt, ausserdem noch einen tag auf stephan gewartet und dann auf nach syrien. grenzuebergang war mittelmaessig muehsam, viel buerokratie und viel zu zahlen wenn man mit dem auto rein will, dafuer war das visum kein problem, zumindest das fuer 15 tage.
sind dann gleich mal in den suedosten nach bosra gefahren, gibt da ein fettes amphitheater

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und noch ein paar weitere ruinen

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waren jetzt generell recht schnell unterwegs weil caroline nur noch wenig zeit fuer syrien gehabt hat, also viel anschauen und viel im auto

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krak des chevaliers, laut guidebook DIE kreuzritter-burg ueberhaupt

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schoen auf jeden fall, ausserdem spitze dass es mal ein bissl kaelter war, ausserdem hats zwischendurch immer wieder geregnet, willkommene abwechslung. und das ganze in nettem huegel-setting, fast wie daham

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die stadt tartus

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war eine sehr seltsame erfahrung, sind da ein bisserl durchspaziert und alle leute haben uns angeschaut als wollten sie uns auffressen, oder zumindest sonst irgendwie ums eck bringen. sogar kinder und alte mutterln. haben uns dann schnell von da verabschiedet

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der platz schaut wunderschoen aus, in wirklichkeit ist rund um den huegel ein industriegebiet, war trotzdem nett

dann in den osten nach palmyra und wiedermal viele alte steine

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und graeber und burgen

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und wieder waren alle leute ganz seltsam und ziemlich ungut, haben uns gar nicht mehr ausgekannt, schliesslich schwaermt jeder der mal hier war von der freundlichkeit hier. also auch nicht lang in palmyra geblieben und weiter nach damaskus gezogen. stephan hat sich wieder mal selbststaendig gemacht und ist richtung norden, ich treffe ihn vielleicht in ein paar tagen wieder.

und damaskus hat uns dann, eigentlich schon voellig unerwartet, komplett umgehauen was die leute betrifft, fuers erste essen wollt der nette wirt nix nehmen egal wie sehr ich insistiert hab, beim zweiten essen hab ich mit einem iraker gequatscht und der hat mir dann auch keine chance zu zahlen gelassen. die taxifahrer sind (fast alle) nett und mit den besitzern der ganzen shops im souk (bazar) kann man auch super plaudern ohne dass sie muehsam oder zu aufdringlich waeren. und zusaetzlich gibts auch noch schoene moscheen

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den letzten geschichtenerzaehler von damaskus, erzaehlt zwar in arabisch aber ist trotzdem unterhaltsam

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und am abend tausend leute in den strassen, in den muslimischen vierteln bei tee, im christlichen viertel bei bier und wein

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und gestern abend hat sich dann caroline auch schon wieder verabschiedet, vielen dank nach belgien fuer die nette reisebegleitung!

bin jetzt noch in damaskus, bzw ein kleines stueck ausserhalb auf einem campingplatz, wahrscheinlich noch bis morgen. und bin immer wieder ueberrascht wer sonst noch mit auto hierherkommt, war schon in jordanien seltsam. ich bins gewohnt jeden auto- und motorrad-overlander zu gruessen und ein bissl zu plaudern, hab mich natuerlich auch gefreut in jordanien nach monaten ohne anderen overlandern wieder ebensolche zu treffen. die freude war aber immer nur auf meiner seite, anscheinend reist man hier fuer sich und braucht keine zwischenmenschlichen interaktionen.

aber die besitzer der 2 autos die hier mit mir stehen sind nett, allerdings auch wieder ganz anders als ich unterwegs. was braucht man wenn man 4 wochen zu zweit mit dem auto auf urlaub faehrt?

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nazumindest einen fetten man-lkw mit ausfahrbarer wohnkabine, 2 motorraedern hinten drauf, 3 angetriebenen achsen und ueberrollbuegel. koennt ja mal eine schotterstrasse kommen
;)

und meine italienischen nachbarn sind auch nett, glaub ich zumindest, ausserdem sehr sauber

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heut war bei beiden autos waschtag, nachdem sie schon vorher sauber waren nehm ich an dass das nur aus spass am waschen passiert. werd vielleicht mal fragen ob sie das yak auch waschen wollen, muesst dann ja noch mehr spass machen als saubere autos zu waschen. wie auch immer, nette leute und immer wieder interessant und lustig zu sehen welche unterschiedlichen charaktere beschliessen sich mit dem auto auf den weg zu machen. die katze unter meinem auto und ich bekommen hier jedenfalls genug attraktionen geboten, brauchen den campingplatz gar nicht verlassen.

jordan, sweet nothing and culture 21. Juni 2010 um 19:04 Uhr

aqaba, im sueden, ist nicht der perfekte platz um wild zu campen, die meisten strandabschnitte sind von hotels belegt, hab mich aber im lonely planet schlau gemacht und rausgefunden dass es einen kleinen complex gibt bei dem ich um 2 dinar (ca 2,7€) stehen kann, als ich in der nacht da angekommen bin warens allerdings 8 dinar, und das war schon ein freundschaftspreis. hab mir gedacht egal, will in der nacht nix anderes suchen und bin sowieso fertig von saudi arabien, kann mir ja am naechsten tag was anderes suchen. hat sich dann aber herausgestellt dass es da ziemlich gemuetlich war, aus einer geplanten nacht sind daher 8 geworden, die tage hab ich tauchend oder schnorchelnd oder, groesstenteils, mit gar nichts verbracht. gesellschaft hat mir dabei stephan geleistet, ein franzose der 3 monate in jordanien, syrien und im libanon unterwegs ist. vom hotel selbst hab ich gar keine fotos aber das ist der blick vom hotel bzw von meinem auto auf den strand

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neben mir hat sich dann robert einquartiert, ein holllaender der gesundheitsbedingt nicht mehr arbeiten kann, er ist daher seit 2 jahen mit seinem motorrad unterwegs, das kommt ihn billiger als in holland zu wohnen und nichts zu tun

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nach einer woche voller gar nichts ist caroline aus belgien eingetrudelt, sind dann noch 2 tage in aqaba geblieben und waren auch gleich alle miteinander tauchen, ist sehr genial hier, besser als im oman. neben mir sind das youri, unser guide, caroline und stephan

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caroline hat mir auch ein ersatzteil fuers yak mitgebracht, der tausch hat dann 2 tage gedauert weil die mechaniker wieder mal super nett waren, dafuer, ganz was neues, vorschlaghammer und brecheisen als werkzeuge bevorzugen, ist einiges in die brueche gegangen und musste dann provisorisch nachgebildet werden

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haben uns von einer touragentur einreden lassen dass man im wadi rum nicht mit eigenem fahrzeug fahren kann und daher eine tour mit bedouinenjeep gebucht

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noetig waers nicht gewesen, zumindest nicht wenn ich den allrad wieder in gang bekomme der dem achstausch zum opfer gefallen ist. und fuer alle die wissen wo sich der zuschaltbare allrad befindet ist es jetzt eine denkaufgabe herauszufinden wie der beim tausch eines gelenks der hinterachse in die brueche gehen kann. wie auch immer, schoen wars im wadi allemal

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unter anderem 2 steinbruecken, die groesste und beeindruckenste hat unsere tolle jeeptour leider ausgelassen

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alle brav am fotografieren

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und am abend haben wir in einem “beduinencamp” uebernachtet, spitze, beduinenessen war spaghetti bolognese, dazu ohrenbetaubender pop aus komplett ueberlasteten boxen, irgendwann gabs zum glueck stromausfall und dann war ruhe. aja und die moebel, sowohl tische als auch sessel, sind im beduinenstyle aus beton gegossen oder zusammengepappt

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sind dann wieder nach aqaba zurueckgebracht worden und haben das yak abgeholt, dann ueber den king highway nach petra getuckert, wunderschoene landschaft

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und am nachsten tag nach petra, durch den “siq” kommt man in die stadt

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die nabadaeer haben da, anstatt sie wie jeder normal denkende mensch einfach zu bauen, ihre bauwerke aus dem fels ausgemeisselt, durchaus beeindruckend

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durch einen wadi gehts rauf zur monastry

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und dahinter gibts ziemlich geniale aussichtspunkte, haben ausserdem klingende namen wie ‘end of the world’, ’sacrifice- viewpoint’ und sonstiges

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wieder brav fotos machen

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und ueberraschenderweise waren in der frueh wenig leute da, ab mittag dann fast ueberhaupt niemand mehr. haben uns einen extrem schoenen weg zum ‘high point’ raufgeschleppt, niemanden am weg getroffen und alle touristaende waren bestueckt aber verlassen

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haben natuerlich nur geschaut. und sonst halt wieder alles wunderschoen

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nach petra hat stephan dann beschlossen wieder zurueck nach aqaba zu fahren, wollte da einen monat bleiben und den divemaster-kurs machen. also mit caroline weiter richtung amman, weiter ueberr den kingshighway, zwischenstopp in dana, einem eigentlich verlassenen dorf in dem jetzt nur noch 3 bedouinenfamilien wohnen

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waer wunderschoen zum wandern aber wir waren zu fertig von petra am vortag, deshalb nur gefuttert und weiter

und uns ein nettes platzerl gesucht, kleines plateau mit blick aufs tote meer und israel

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gestern auch gleich im toten meer herumgeplanscht, lustig, ausserdem find ichs lustig dass ich nach dem everest-basecamp jetzt am niedrigsten punkt der erde war, das tote meer liegt 412m unter dem meeresspiegel

und dann weiter nach amman, haben gleich mal ziemlich lang gebraucht um in die altstadt zu finden, da ists dann ziemlich nett mit kultur in der mitte am huegel und rundherum stadt

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bin dann gleich am parkplatz am huegel zum schlafen geblieben, hat die touristenpolizei zwar nicht gern gesehn aber akzeptiert, caroline hat sich in der altstadt einquartiert. wollten dann zwar heut schon wieder weiter aber ich brauch noch ein empfehlungsschreiben von der oesterreichischen botschaft fuer das syrien-visa und hab die botschaftszeiten heut versaeumt, nur bis 11 offen, frechheit. mit dem empfehlungsschreiben ists dann auch noch nicht fix mit dem visum, offiziell gibts an der grenze keines aber ich hoffe natuerlich auf eine ausnahme, ansonsten wuerds muehsam werden. und stephan hat sich grad gemeldet, gab einige unstimmigkeiten mit der tauchschule, also kein divemaster und er setzt sich in den bus und kommt her, sind also ab morgen wieder zu dritt unterwegs und, inshalla, in syrien.

escort-service 8. Juni 2010 um 21:03 Uhr

bin wie geplant von abu dhabi mal bis kurz vor die grenze von saudi arabien gefahren und hab da noch eine nacht auf einem lkw-parkplatz gepennt. dann recht frueh aufgestanden und zur grenze, die grenzformalitaeten waren eigentlich ganz ok, war nach 3 stunden oder so fertig und alle recht freundlich. hab mich dann also zu mittag gleich auf den weg machen koennen, ueber al-hufut und al-dammam und dann an der grenze zu kuwait und gleich danach irak nach jordanien.
die saudische wueste hat mich gleich auesserst freundlich empfangen, die themperaturen waren irgendwo jenseits des annaehernd ertraeglichen und der wind/sturm ist von schraeg vorne gekommen, auesserst motivierend die drei tage mal mit einer hoechstgeschwindigkeit von 60km/h und einem staendig knapp zu heissen motor zu beginnen aber ich hab halt nicht wirklich eine alternative gehabt

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so hats ausgeschaut, und zwar die ganze zeit, manchmal ein bissl rauf und runter aber links und rechts nix zu sehen ausser sand. und manchmal nicht weit zu sehen weil der sand auch gern mal in der luft ist

die ehemaligen kamelreiter fuehren ihre kamele jetzt spazieren

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hab gelesen dass kutschierte kamele meist rennkamele sind aber die rennsaison ist eigentlich vorbei und solche kameltaxis sieht man alle 20min also bin mir nicht sicher was die mit den viechern machen

prinzipiell sind weisse kamele in saudi arabien aber eher die ausnahme, hab sonst fast nur schwarze gesehen

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und am fruehen abend bei dammam hats dann begonnen. polizeikontrolle, nichts aussergewoehnliches, freundliche polizisten und nach einer stunde herumtelefonieren war alles gut und ich durfte weiter. nach 10min dann polizei mit blaulicht hinter mir, ich will rechts ranfahren aber er faehrt neben mich und schreit “go,go,go” also fahr ich weiter. und wunder mich weshalb er mit blaulicht permanent hinter mir bleibt, denk mir eigentlich dass ihm die 70km/h irgendwann zu bloed werden muessen. aber bleibt weiter hinter mir, ich begreife also langsam dass das meine eskorte ist, wird mich wahrscheinlich bis an rand vom zustaendigkeitsbereich seines reviers begleiten, find ich lustig. macht er auch, was ich aber nicht erwartet hab ist dass am rand von seinem revier die naechste streife wartet, die abwechslung find ich nicht so schlecht, die zweite eskorte hat die scheinwerfer besser eingestellt, blendet weniger. ich ueberleg so vor mich hin ob sie mich beschuetzen oder sich vor mir beschuetzen und will das meine neue streife fragen, muss sowieso tanken und fahr deshalb auf die naechste tankstelle, die streife bleibt aber in einem respektabstand von 50 metern (natuerlich permanent mit blaulicht) stehen. als laenger kein tankwart kommt faehrt er kurz etwas naeher, sirene, dann wieder zurueck zu seinem beobachtungsposten. sehr seltsam.
naja, die fahrt geht also weiter, naechste streife ohne besondere vorkommnisse, dann kommt endlich streife nr 4 mit muhammed, der haelt mich zwischendurch an und bedeutet mir dass ich ihm folgen soll, wir fahren auf seine polizeistation, da sind alle super nett und es gibt kaffe, tee, datteln und leckeres huenchen mit reis das von allen zusammen mit fingern gefuttert wird. das ist muhammed

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englisch spricht keiner, sie deuten mir aber dass mich dann wieder eine streife weiter begleiten wird, frage also weshalb das notwendig ist und sie meinen wenn ich eine reifenpanne hab koennen sie helfen. und erst nachdem ich ihnen mein ganzes pannenequipment gezeigt hab um ihnen klarzumachen dass ich alleine klar komm verstehe ich dass sie mich vor boesen menschen beschuetzen wollen wenn ich stehenbleiben muss. das find ich sehr nett aber unnoetig, kann sie aber nicht ueberzeugen, also gehts wieder mit streife weiter.
um 3 in der frueh reichts mir dann, ich sag streife nr 7 dass ich dann mal schlafen will und die gibts weiter an streife nr 8 und bei denen schlaf ich dann vor ihrer polizeistation

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in der frueh (und immer zwischendurch) gibts dann wieder datteln, kaffee und tee, meine hoffnungen auf eine weiterfahrt alleine werden natuerlich gleich im keim erstickt, hab das schon erwartet und versuch also das beste draus zu machen. in den folgenden 2 tagen bin ich mit weiteren 22 streifen unterwegs, mit pkws

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mit pick-ups

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mit gelaendewaegen

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manchmal mit 2 streifen

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oft auch als verfolger

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und einmal mit einem herrn inspektor bei mir und einem daneben im streifenwagen

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und natuerlich etliche polziestationen

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mit datteln, kaffee, tee und ganz viel wartezeit, entweder auf die naechste streife oder weil die papiere von jeder einzelnen streife abgecheckt werden muessen

das beste an den polizeistationen sind die schlafraeume

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nach dem mitagessen (huehnchen mit reis) wird erst mal 2 stunden kollektiv gepennt, ist sowieso zu heiss fuer den motor

ich bemuehe mich sehr alles lustig zu finden, ist aber nicht leicht, jede streife stellt die selben fragen (wobei natuerlich niemand englisch spricht), muss immer alle papiere checken, mit der vorhergegangenen streife neuigkeiten austauschen und nach 2 minuten fahrt stehenbleiben um mir zu erklaeren dass ich schneller als 80 fahren darf und soll. und irgendwann beginnt ein auesserst unsympathischer polzist meinen pass einzukassieren und ab da wird der von streife zu streife weitergereicht, ist mir gar nicht recht.
die zweite nacht schlaf ich auf einem vollkommen uebrfuellten parkplatz direkt an der strasse den zwei polizisten ausgesucht haben nachdem wir eine stunde durch die stadt gefahren sind um ein hotel zu suchen bis ich ihnen endlich verstaendlich machen kann dass ich im auto schlaf. und auf den parkplatz kommt dann ein weiterer polzist, der will dann meinen pass behalten waehrend ich schlaf aber das ist mir dann doch zu bloed, deute ihm dass ich den jetzt sofort haben will und nach einer halben stunde herumtelefonieren gibt er ihn mir dann auch muerrisch und verabschiedet sich, allerdings nur um 10m weiter mit blaulicht meinen schlaf zu ueberwachen

und knappe 3,5 stunden spaeter, um 5 in der frueh, ruetteln er und 3 hoeher gestellte beamten in zivil auch schon wieder an meinem bus, zeit zum weiterfahren “go street jordan, go”. die beamten sind ganz aufgeregt und wollen den bus anschauen, ich bin ausserordentlich erfreut ueber die fruehe stoerung und haue die tuer gleich hinter mir zu, auf ihre agressiver werdende forderung den bus zu kontrollieren und ihnen den pass zu geben antworte ich ihnen ebenfalls “go street jordan, go” und fahre los, so bekommt keiner was er will, ich keinen schlaf und sie keine busbesichtigung

ignoriere die folgenden streifenwechsel komplett und warte nie, hab ja noch meinen pass, und irgendwann ist grad kurz keine streiffe da weil sie beim wechsel offenbar noch ganz dringend was besprechen muessen und ich fahr an eine tankstelle tanken und auch gleich fruehstuecken, und dann…

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bin ich ploetzlich frei! geniesse ich sehr, nehme an dass es ihnen dann doch zu bloed geworden ist, fahre gemuetlich richtung jordanien, meist entlang der grenze zum irak

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liege gut in der zeit, keine probleme oder allzu lange wartezeiten an 2 checkpoints. aber dann, 70km vor der grenze, gehts wieder los, ploetzlich wieder 2 streifen und grosse aufregung weil ich schon so lang von allen gesucht werde, ich bin verlorengegangen. jeder hat gewusst dass ich die einzig existierende strasse geradeaus weiterfahren werde, geparkt hab ich beim fruehstuck direkt an der strasse, meine fluchtgeschwindigkeit war weiterhin 70km/h und ich habe 2 checkpoints mit allen pass- und papierkontrollen durchfahren. naja, ganz offensichtlich kann man also auch so verlorengehen. wie auch immer, mein pass wird gleich wieder kassiert, die letzten 70km dauern dann noch mit streifenwechsel und wartezeiten knapp 3 stunden aber irgendwann bin ich an der grenze. auch da bekomm ich meinen pass noch nicht, die letzte streife erledigt alles und haendigt mir meinen pass direkt an der letzten schranke aus, ich werde quasi aus dem land serviciert. einen fuer mich wichtigen stempel fuer ein extra gcc-laender-deposit das ich in dubai hinterlegt hab bekomm ich nicht, finde niemanden der englisch spricht und meine weigerung saudischen boden zu verlassen bis ich den stempel habe werden sehr ungut aufgenommen, hoffe also das geld trotz fehlendem stempel irgendwie wiederzubekommen.

also voellig fertig in jordanien angekommen, schliesse da um 110€ (!!!) eine versicherung fuer einen monat ab. willt dann nur noch schlafen, tut mir dann aber ein kleiner autostoppender polizist am wegrand so leid dass ich ihn mitnehme, denk mir ich nehm ihn zur naechsten kreuzung mit von der aus er besser stoppen kann

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das wars dann aber mit kreuzungen, ausserdem auch mit anderen autos, fahre also viel laenger als ich will, sehe schoene schlafplaetze aber kann den kleinen nicht mitten im nichts aussetzen. als ich dann endlich im rueckspiegel einen lkw seh versuch ich ihm verstaendlich zu machen dass er den stoppen soll weil ich da schlafen will, versteht er nicht, will dass ich am beifahrersitz schlafe und er faehrt, bleibe aber trotzdem stehen und setze ihn in den lkw. tut mir zwar jetzt noch leid weil er sicher nicht verstanden hat dass ich nicht in die naechste stadt will und daher geglaubt hat ich will ihn einfach so los werden aber ging nicht anders. und dann endlich wohlverdient das gute yak an einem einsamen platzerl zwischen den huegeln geparkt

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und gleich am erstaunlich gemuetlichen steinboden eine runde gepennt weil ich zu fertig fuer duschen oder essen machen war

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der wuffi hat waehrenddessen geschaut dass mir und dem yak nix passiert

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und heut bin ich weiter nach aqaba im sueden, bin noch immer komplett fertig und werd schaun dass ich die naechsten paar tage mal gar nichts ausser schlafen mach. und hoff dass mir das auto die plaene nicht durchkreuzt, war ganz brav in saudi arabien aber heut hats mir ein bissl sorgen bereitet, egal, denk ich morgen drueber nach. und freu mich trotz aller anstrengungen die damit verbunden waren dass ich durch saudi durch bin, war (abgesehen von den unvorhersehbaren sachen) das groesste fragezeichen der heimfahrt, also eiegntlich alles wunderbar
:)

end of oman, starting the long way through the desert 4. Juni 2010 um 14:07 Uhr

genial ists im sueden vom oman weitergegangen, da ists ein bisserl kuehler weil ein kleines gebirge die wolken am kuestenstreifen haelt

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wieder mal ein paar nette wadis (flussbetten) mit suesswassersee und dazugehoerigen kamelen gefunden

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diese kameldame ist nach anfaenglicher scheu ganz verliebt gewesen und war eifersuechtig wenn ein paar artgenossen auch gestreichelt werden wollten, wollte dann auch mit uns kommen, haben aber keinen platz fuer sie gehabt

ausserdem natuerlich etliche inder getroffen (fast mehr als omanis)

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lustige damen bei den weihrauchstaenden

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nach wie vor geniale schlafplaetze und abwaschmoeglichkeiten

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nach 4 tagen wieder in den norden richtung maskat aufgebrochen, am weg noch in nizwa vorbeigeschaut, da gibts ein schoen renoviertes fort

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moschee, man darf aber im oman seit einiger zeit als nicht-muslim in keine moscheen mehr rein, schade, hab das im iran ziemlich genossen

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auch im “touristischsten” laden der stadt wars super nett mit dem inhaber zu quatschen

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strasse in einen wadi gleich ums eck von nizwa

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kleines feines wadidorf

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waren nur er und ein zweiter hirte da, die anderen dorfbewohner wohl gerade mit ziegen oder so unterwegs, hat uns gleich mit leckerem quellwasser verkoestigt und den weiteren weg gezeigt

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nette wadi-canyons

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und seit 30 jahren leerstehende geisterstaedte, in lehmhaeusern wohnt heut fast keiner mehr, seit der klimaanlage wird westlich gebaut

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wieder zurueck in maskat haben wir die erste nacht wieder am strand geschlafen, hat aber eine dermassen unertraegliche luftfeuchtigkeit und hitze gehabt dass wir uns dann eine nacht ein zimmer im oman dive center geleistet haben, nicht billig aber sehr, sehr gmiachtlich und leckeres futter

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und dann hat mich die geli auch schon wieder verlassen, vielen dank fuer den besuch liebe geli, hat mich ausserordentlich gefreut mit dir durch den oman zu tuckern!!

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war am naechsten tag noch tauchen, haben mir einige leute gesagt dass ich das unbedingt machen muss wenn ich im oman bin, war recht nett, allerdings nicht wahnsinnig spektakulaer. am naechsten tag noch jordanien-visum in maskat besorgt, war gleich begeistert von der freundlichkeit aller botschaftsbediensteten und der anwesenden jordanier. naja, zumindest bis das gespraech irgendwie auf das gazastreifen-debakel gekommen ist, da haben sie mich dann alle dazu angehalten daheim dafuer zu sorgen dass alle so wie sie meinen dass gott die juden endlich vom erdboden fegen sollte

dann weiter nach abu dhabi, da kann ich praktischerweise bei gavin, einem freund von rebecca aus brisbane, schlafen, hab da auch gleich bei weniger freundlichen angestellten auf der saudischen botschaft vorgesprochen und, heureka, bereits nach zwei tagen herumgefahre und dokumentenaustausch ein transitvisum in der tasche! leider nur fuer 3 tage, nicht wie erhofft fuer 7, damit ist jegliches sightseeing von vornherein ausgeschlossen, die kuerzeste strecke geht 1850km durch die wueste, mein auto ist nicht schnell, die wueste heiss und angeblich muss man die haelfte der drei tage fuer grenzformalitaeten berechnen. werde mich daher heut nachmittag auf den weg an die grenze machen und diese morgen frueh passieren, und wenn alles gut geht meld ich mich in kuerze schon aus jordanien

ab in den sueden 23. Mai 2010 um 15:47 Uhr

sind von sur nach raz al jinz gefahren um uns die green turtles beim eierlegen anzusehen, da gibts am abend immer fuehrungen bei denen die viecher moeglichst wenig gestoert werden und man sie dennoch beim nest graben, eierlegen, verbuddeln und ins meer zurueckgehen beobachten kann, zusaetzlich sind auch noch ein paar babyschildkroeten am weg vom nest ins meer vorbeigekommen. fotos gibts keine, fotografieren is verboten weil die schildkroeten durch den blitz blind werden koennen und viele touristen nicht in der lage sind ihren blitz auszuschalten

danach weiter richtung masirah, einer insel im osten omans, schoene strasse die kueste runter. am weg haben wir ahmed mitgenommen, ein student aus sur, er hat uns dann gleich mit zu sich nach hause genommen, haben auch ein paar seiner brueder kennengelernt

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ahmed ist der links, seine mutter hat mit seinen schwestern dann das beste reis-fisch-dattel-gericht ever zubereitet, zu gesicht bekommen haben wir aber nur das essen, nicht die koechinnen

weiter die kueste runter sind wir gleich im naechsten dorf haengen geblieben und haben ein bissl beim kicken zugeschaut

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waren gerade alle gut drauf weil die ferien am gleichen tag begonnen haben und die soehne vom studium aus sur und maskat zurueckgekommen sind

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salzseen am weg weiter in den sueden

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nach masirah gingst dann mit der faehre, ist ca 1,5 stunden unterwegs und recht billig. und auf mirbat sind die omanis dann sogar noch eine spur netter als ueberall sonst, ausserdem gibts ein bissl was zu sehen, schoene holzfischerboote (gibts ueberall im oman)

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alte friedhoefe, zwei steine am grab stehen fuer maenner, drei fuer frauen

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blick vom jabal madrub, mit 256m der hoechste huegel auf der insel

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kameelbesuch zum fruehstueck

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sind alles andere als schuechtern

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eher saufrech und neugierig, kamera muss auch inspiziert werden

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am naechsten abend am turtlebeach gecampt und in der nacht wieder mal schilkroeten beobachtet, haben ja schon gewusst auf was wir aufpassen muessen

waren 3 tage auf masirah, haben uns dann aufgemacht um durchs inland in den sueden nach salalah zu kommen, laut guidebook “the least memorable journey in the world”, kann man durchaus unterstreichen, abwechslung haben nur diese schilder angekuendigt

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sollten durchaus ernst genommen werden, die wanderduenen wandern oefters ein bissl in den weg

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sind dann gestern abend angekommen, wollten noch eine suesswasserlagune suchen um da zu campen, haben wir aber in der nacht nicht gefunden. daher wieder mal in einer wunderschoenen bucht gelandet, an sich ja nichts neues

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allerdings heut frueh gesehen dass wir die lagune doch gefunden haben, hinter dem yak beginnt quasi garten eden

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kameele, ziegen, kuehe an einem ende

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flamingos am anderen

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werden jetzt 4 tage hier in der gegend verbringen, zu sehen gibts genug, und dann gehts eh auch schon wieder durchs landesinnere richtung maskat, geniessen daher noch die etwas kuehlere luft hier bevor wieder in die 50 grad-zone geht

wolkenkratzer, wueste, meer 17. Mai 2010 um 16:51 Uhr

bin gut in dubai angekommen (nach muehsamen flug ueber doha) und wurde am flughafen gleich von lauren, marina und david abgeholt

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die drei haben mich die naechsten tage bei sich aufgenommen, war purer luxus mal mit klimaanlage und so. und ausserdem hats natuerlich gleich eine kleine seigthseeingtour gegeben

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burj chalifa , das hoechste gebaeude der welt

die naechsten tage waren zuerst durch warten und spielen mit lauren gekennzeichnet, danach mit dem abholen des yaks, das hat sein containerabenteuer wieder mal nicht unbeschadet ueberstanden, gab 2 tage unstimmigkeiten mit customs, groesste schwierigkeiten eine versicherung fuer die emirate zu finden, abschleppdient, werkstatt, noch mal werkstatt und sonst eigentlich auch wenig das geklappt hat. dafuer waren alle leute so genial, sowohl meine indischen faehragenturleute als auch die pakistanischen werkstattypen, der sudanesische abschleppwagenfahrer und saemtliche anderen leute mit denen ich zu tun hatte, so dass das alles halb so wild war

und irgendwann hab ichs dann auch geschafft das yak fahrbereit auf der strasse zu haben, hab mich daher von meinen gastgebern verabschiedet um richtung oman aufzubrechen. danke nochmal euch 3, habs sehr genossen bei euch, danke auch simona fuer die vermittlung!

10km nach dubai hab ich dann auch gleich meine erste polizeikontrolle gehabt, nach einer stunde hab ich 3 streifenwagen mit 6 polizisten beschaeftigt die keinen plan gehabt haben was sie mit mir anfangen sollen, haben mich dann erst mal zur naechsten polizeistation 20 km weiter eskortiert. dort hats noch mal eine stunde gedauert aber dann war alles gut, haben sich fuer die unannehmlichkeiten entschuldigt und ich bin weiter zur omanischen grenze. da war dann ueberhaupt alles komplett unkompliziert, die custom-leute auf beiden seiten haben sich nicht im geringsten fuers yak interessiert aber brav die stempel dort hingemacht wo ich’s ihnen gesagt hab, war nach nicht mal einer stunde erledigt.

und im oman hab ich dann noch mal am weg nach maskat bei netten indern neben ihrem lokal geschlafen und am naechsten tag dann die geli abgeholt die schon seit 4 tagen da war

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die hats bis dahin nicht so leicht gehabt, hat bei einer schweizerin geschlafen die ein bissl billigere (66 euro) zimmer vermietet hat als fuer maskat ueblich aber etwas schwierig war, ausserdem eher gespraechspartner als gaeste gesucht hat, dementsprechend war die geli dann nicht allzu boes ueber die uebersiedlung ins auto

noch 2 tage in maskat verbracht und ein paar sachen fuer die weiterreise besorgt und dann an der kueste entlang richtung sueden, nicht allzu schwer schoene schlafplaetze zu finden. vorne meer

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hinten berge

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und unter tags kameele und gazellen

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ausserdem einen genialen wadi, wadi shab, besucht

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geht eine wunderschoene schlucht rauf, zwischendurch muss man auch schwimmen um weiterzukommen, grande finale ist dann nach einem winziger tunnel zum durchschwimmen ein letzter pool mit wasserfall in einer kleinen felsenhoehle. haben ausserdem am weg zwei oberoesterreicher getroffen, alles sehr nett. auch netten mitfahrer gefunden

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und am abend wollten wir dann gleich weiter ras al jinz, da gibts in der nacht immer schildkroeten beim eierlegen und junge beim ins wasser watscheln anzuschauen, allerdingst hat uns ein durchaus ueberraschender regen- und hagelsturm den plan zunichte gemacht

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die omanis waren recht angetan davon, regen sind sie zwischendurch gewohnt aber hagel haben sie noch nie gesehen gehabt. die schildkroeten kommen bei regen nicht an land, haben deshalb gestern noch mal hier in der naehe von sur am strand geschlafen und schauen heut abend nach ras al jinz, da gibts dann hoffentlich was zu sehen. und dann gehts weiter die kuestenstrasse in den sueden, mal sehen wie viel sich in knapp 2 wochen ausgeht, man kann nicht behaupten dass wir sehr schnell unterwegs waeren. ist aber auch kein wunder, bei 47-50 grad muss der halbe tag im wasser verbracht werden, ist quasi die einzige moeglichkeit fuer europaeer ohne klimaanlage hier zu ueberleben. bin schon mal gespannt wie’s in einem monat aussieht, der sommer beginnt ja gerade erst…

last days vietnam 7. Mai 2010 um 08:39 Uhr

viel aufregendes ist nicht mehr passiert in den letzten tagen, war noch zwei tage in hue, nett und (zum glueck!) keine grossen aufregungen, viel herumgelatscht und bei allen fluessen sehnsuechtig an esmiralda gedacht

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dann mit dem schlafbus weiter nach mui ne

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in mui ne kann man sich windsurf- und kitesurfsachen ausborgen, wollt ich eigentlich machen, hat sich dann aber herausgestellt dass beim billigsten verleih windsurfzeug 100 dollar/tag und kitesurfzeug 200 dollar/tag kostet, hab mir daher statt dessen ein fahrrad um 1 dollar/tag genommen und mir die umgebung angeschaut. mui ne selbst ist ein ziemlich schoenes kleines fischerdorf das 15km enfernt von der touristensiedlung liegt

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die fischer sind hier mit lustigen nusschalen unterwegs, ist eigentlich nur eine schuessel in der sie herumtreiben

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nachdem diese teile auch nicht wirklich manoevrierfaehig sind kommt am nachmittag ein kleines motorboot und bringt alle hinter sich herziehend wieder nach hause

war unter anderem bei einem als attraktion angepriesenen wasserfall, der wasserfall selbst war ungefaehr 3 meter hoch und nicht sehr spektakulaer aber um da hinzukommen hat man dem normalen weg das flussbett vorziehen koennen, war gut

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war dann im endeffekt nur 2 tage da und bin dann weiter nach saigon, bzw offiziell ho-chi-minh-stadt, so nennts hier aber keiner

zierfischhaendler mit moped statt geschaeftslokal

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verbring hier also die letzten tage in vietnam, ganz nett hier, ausserdem hab ich, statt wie sonst oft gar keine, hier sogar 2 duschen

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die werd ich aber nicht mehr lange geniessen weil morgen abend heissts dann auch schon auf nach dubai!!! dort hoff ich dass ich das auto reibungslos und schnell aus dem container bekomm, genialerweise muss ich mir waerend dessen keines von den sauteuren hotelzimmern nehmen sondern kann bei marina (schwester von simona) und ihrer familie wohnen, die holen mich sogar vom flughafen ab, find ich sehr gut! und sobald ich das auto hab schau ich dass ich moeglichst schnell in den oman komm, da landet in maskat naemlich ebenfalls am 9.5. die geli und wir schauen uns den oman zusammen an (bei ihrer flugbuchung war der ankunftstermin fuers yaks noch der 2.5.)
und weiterer p[lan nach dem oman ist dann zurueck in die emirate, transitvisum fuer saudi arabien besorgen (daumen druecken) und durch saudi arabien nach jordanien, dort treff ich dann caroline, die ich letztes jahr in indien kennengelernt hab, und wir fahren zusammen durch jordanien und vielleicht noch ein stueck syrien, von syrien dann wahrscheinlich tuerkei, griechenland, mazedonien, serbien, ungarn und oesterreich und dann wars das auch schon.
und zuhause bin ich dann doch ein bisserl frueher als uerspruenglich gedacht, ich schau dass ich am wochenende 6./7. august ueber die grenze komm und, eh klar, letzte anlaufstelle vor wien muss natuerlich wieder podersdorf sein damit des a runde g’schicht is, also wer bock auf podo/martinskeller am 7.8. hat kann sich das schon mal fett im kalender eintragen!!! freu mich jetzt schon und erst recht freu ich mich jetzt auf den nahen osten und aufs yak und ueberhaupt, und daumendruecken fuer schnelle und billige zoll- und hafenformalitaeten wird aeusserst wohlwollend aufgenommen!