Please, HC, Drink & Drive

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Warum gibt es sowas?

Hm, Lie tut sich schwer mit einer Antwort. Schließlich ist er ja selbst ein Ausländer. Naja, nicht wirklich. Piefke gelten zwar als Ärgernis, aber es wollte uns noch niemand ernsthaft loswerden. Oder? Er sieht Tommy förmlich grinsen.  Egal. Lie tut sich schwer – es fühlt sich an wie eine Völkerrechtsverletzung wenn er sagt:

Leute, ihr habt echt einen an der Waffel.

Richtig gruselig wird’s, wenn man noch genauer hinschaut… Nochmal hm. Dazu kommt dann noch, dass es um die Wahl hier in Wien geht, eine Stadt in der knapp 40% der Bevölkerung einen Migrationshintergrund hat. In der man das Telefonbuch nicht von einem aus Prag unterscheiden kann (die ganzen Namen auf …ic, …netz, …cek usw.) und in der man den Honda Civic tatsächlich wie ‘Ziwitsch’ ausspricht. Krass. Aber Wien ist, so sagt man die einzige Stadt, in der sogar die Migranten ausländerfeindlich sind, vielleicht setzt die FPÖ darauf? Man weiß es nicht.

Hier im heißblütigen Wien kann allerdings eine dezidierte Meinung (vor allem auf Hochdeutsch geäußert) recht heftige Reaktionen hervorrufen und deswegen lassen wir Attwenger antworten:

The State of Exit

The State of Exit

Nachdem die Beiden sich noch mit zwei sehr netten serbischen Freundinnen in Belgrad getroffen haben, heißt es dann: The State of Exit. In einer von Vauban gebauten Festung an der Donau findet Serbiens größtes Musikfestival statt. Wirklich sehr angenehm. Lie hatte sich eigentlich nach dem Dynamo irgendwann in den späten Neunzigern vorgenommen Open Airs in Zukunft sein zu lassen, aber es kommt eben anders als man denkt. Die Stimmung ist gut und es sind jede Menge Leute aus Südosteuropa (und verdammt viele Briten) da mit denen der zeitweise etwas illuminierte Lie Deutschstunde macht. Er erzählt drei netten (und ebenfalls illuminierten) Bulgaren, dass man mit Variationen der Worte ‘Schnupp schnaff di Schneuf’ jeden beliebigen Rhythmus mitsingen kann und in der Tat,  sie versuchen es. Lie kommt nicht umhin zuzugeben, das das auch mit Variationen des Wortes Cevapcici geht (so klingt Schnupp-schnaff-di-schneuf auf Bulgarisch). Nach diesem und ähnlich dadaistischen Erlebnissen wanken die Beiden ins Zelt und am nächsten Tag nach Wien. Seufz.