Category Archives: Neuseeland

Westcoast (Fortsetzung)

Westcoast (Fortsetzung)

Liezel zieht es weiter die Westküste hinauf. Bald stoßen Sie auf die Pancake Rocks (oder Punakaiki), die sind zwar recht touristisch, aber zurecht – wirklich schön da! Das Meer spritzt durch diverse Blowholes in die Luft und schwappt hin und her… Dazu ist wieder wunderbares Wetter. Den Beiden geht es gut.

Und – des Namens wegen – müssen die Beiden natuerlich auch zum Cape Foulwind, wo schon Capt’n Cook faulige Winde um die Base wehten. Lie weiß nicht genau, ob er das lustig findet, aber hej, von Kindesbeinen an wird einem eingetrichtert, dass man auch über sich selber lachen können soll. Blöd findet Lie das. So wie: Sei spontan. Haha.

Und dann, zum Schluss, nächtigen Liezel am idyllischen Lake Rorotora und reizen die neue LUMIX DMC-TZ3 voll aus, um einen Eindruck von der Ruhe und Schönheit des nächtlichen Sees einzufangen.

Black Flies Horror & einige Zitate

Black Flies Horror & einige Zitate

Übrigens, die scheußlichsten Viecher in Neuseeland sind die Kriebelmücken (aka Blackfly, Sandfly). Sehen harmlos aus, treten in Massen auf und fressen einem die Haut vom Leib. Fiese Viecher. Die erste europäische Meinung zu den spezifisch neuseeländischen Plagegeistern hatte der Entdecker James Cook. Er schrieb:

‘The most mischievous animal here is the small black sandfly which are exceeding numerous … wherever they light they cause a swelling and such intolerable itching that it is not possible to refrain from scratching and at last ends in ulcers like the small pox.’

Yep. Und damit das ganze nicht nach Sudern (liebe Piefke: gemeint ist: Jammern) klingt, hier noch ein paar Zitate von Hazel und Lie:

Schub Schwab Di Du, Schniffel Di Schneuf di Schnauf (Lie)

Ducks have to stop at red ligts too, just like humans do. (Hazel)

Glück ist ein trockener Furz. (Lie)

Eine Welt, in der es Erdbeeren gibt, kann nicht schlecht sein. (Hazel)

Westcoast

Westcoast

Und zurück gehts, über Queenstown, Wanaka (die Zeit wird genutzt, einen Film im tollen Cinema Paradiso zu schauen). An die Westküste gelangen Liezel durch den wunderbaren Mount Aspiring National Park. Ein bissi doof ist, dass Lies Knie keine Ruhe gibt (ja, man wird alt) und richtig lange Wanderungen im Augenblick nicht auf dem Zettel stehen. Aber an der Küste (die die Beiden in Haast erreichen)  kann man ja auch so sehr gut rumlungern und in die Sonne gucken. Übrigens, Oesis, wenn Euch der Name Haast bekannt vorkommt, dann liegt ihr ned foisch. Ist zwar nicht zu verwechseln mit dem wienerischen “heast”, aber der Haast war natürlich – anders als uns Wikipedia zu verstehen gibt – ein österreichischer Entdecker (das sagt auch Lonely Planet!). Warum hötte er denn sonst den tollsten Gletscher des Landes, “Fanz Joseph” taufen sollen? Und wenn er kein Ösi war, dann war er halt einer im Geiste, gell…

Aber wurst, die Beiden schlafen am schönsten (und kostenlosesten) Campingplatz der Welt, am Gillespie Beach, wo man vom Strand aus die ”Southern Alps” (die Gebirgskette um den Mount Cook) sehen kann. Im Sonnenuntergang ist dieser Anblick nicht zu schlagen!

Die beiden Gletscher Fox, und der schon erwähnte Franz Joseph hauen Liezel nicht vom Hocker. (I am from Austria, you know.) Toll ist aber, dass sie quasi ins Tal reichen und derzeit (gegen den Trend) mit einer Geschwindigkeit von 1 Meter pro Tag wachsen! Wow, gell, da schauts.

Norwegen, oder was?

Norwegen, oder was?

Die Beiden reisen über Queenstown in die Fjordlands. Die Landschaft der Südinsel ändert sich dramatisch, sobald man den Gebirgskamm in der Mitte der Insel überquert. Eben denkt man noch, man sei im (winterlichen) Arizona, schon ist man in Norwegen – mal abgesehen vom Wald, der absolut außerirdisch aussieht, mit Baumfarnen, Sukkulenten und Flechten auf den Stämmen und Ästen der Bäume. An der Westküste und insbesondere im Fjordland regnet es auch häufig. Liezel haben eigentlich ziemliches Glück, denn die gesamte Regenperiode konzentriert sich auf einen Tag, den die Beiden zusammengekuschelt in ihrem Safterl verbringen, lesend, am Ufer des Lake Gunn. Sonst ist es immer sonnig und auch etwas wärmer.

Milford Sound ist ein sehr sehr schöner Fjord, den sich die Beiden sogar per Schiff anschauen können. Robben, Pinguine, Wasserfälle, gletschergekrönte Berge, Schiffe, Sonnenschein, Wind um die Nase… Die beiden sind glücklich.

Lake Wanaka & Rob Roy Valley

Lake Wanaka & Rob Roy Valley

Auf gehts für die Beiden an den wunderschönen Wanaka See. Im kleinen Städchen desselben Namens entdecken die Beiden eine cineastische Perle: Das Cinema Paradiso wartet mit einem interessanten Programm und leckeren Speisen (inkl. frisch gebackene chocolate chip cookies!) auf. Und man sitzt beim Film Schauen gemuetlich auf Sofas! Wer nach Wanaka kommt, muss da hin!

Etwas eigenartig (Camping pervers) finden die Beiden den Mt. Aspiring Campervan Park. Der ist nämlich tatsächlich eine Art Parkplatz mit Sauna, Fitnessraum, Kabelfernsehen und dem beschissensten & teuersten Internetzugang ever (dieses Urteil beinhaltet indonesische Anbieter). Wurst. Das tollste in der Gegend ist das Wandern im

Rob Roy Valley

Der DOC-Führer listet diese Tour als Halbtages-Wanderung. Die Beiden bewundern die Schäfchen, saphirblaue Flüsse, Waelder, Wasserfälle und Gletscher am Weg mit so viel Ruhe, dass eine ganztägige Tour daraus wird. Die Felsen bestehen aus Schiefer, die Wälder sind fremdartig und jeder Blick ist ein Photo wert. Die Beiden sind ganz aus dem Häuschen vor Schönheit. Am Ende der Wanderung kann man sich in der Sonne ins Gras setzen und ein Nickerchen machen. Wer wach bleibt (Lie) hört es rumpeln, wie bei einem Gewitter, dann bricht ein Stück Gletscher ab und atomisiert beim Hinabfallen…

Und dann die Keas (Bergpapagein). Sie sind so seltsam, wie sich der Name anhört. Der DOC-Fuehrer nennt sie:

higly inquisitive alpine parrots

Lie würde Sie schüchterne Franzls nennen. Aber dazu bedarf es einer Erklärung:

Die Geschichte vom schüchternen Franzl:

Rückblende: Vor 30 Jahren, in der südwestdeutschen Provinz. Mamalie, Bruderlie und Lie sitzen auf einem Handtuch im Freibad. Neben ihnen steht eine Kühltasche. Auftritt Franzl (ca 5 Jahre alt, blond, dicklich). Franzl nähert sich der Kühltasche, öffnet sie, nimmt einen Orangensaft, setzt an, trinkt. Mamalie, Bruderlie und Lie schauen Franzl (den sie noch nie vorher gesehen haben) etwas konsterniert an. Ui. Auftritt Franzls Mutti (ca 35 Jahre alt, blond, dicklich) – sagt: “Ah, mei Franzl, geh bitte entschuldigens, bitte. Der Franzl, der is halt so schüchtern, der traut si net frogn.

Dieses Erlebnis prägt alle Anwesenden Mitglieder der Lie-Familie. Forsches Verhalten wird mit einem Rekurs auf den schüchternen Franzl bewertet. Aber gut, zurück zu den Keas. Highly inquisitive würde Lie mit saufrech übersetzen. Nicht nur wühlt der Bergpapagei in diversen Taschen – einem Opi nimmt das Tier sogar die Mütze weg. Ein tolles Tier und eine tolle Wanderung.