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Ahoi Aitutaki

Ahoi Aitutaki

Fliegen wir noch schnell noch Aitutaki, denken sich Hazel und Lie. Ist zwar nicht grad billig, aber ist eh schon wurscht. Ausserdem, wenn das Paradies so nahe ist, wärs ja dumm es sich entgehen zu lassen. Aitutaki, eine weitere Cook Insel, liegt 260 km nördlich von Rarotonga und wurde von Captain Bligh 11 Tage vor der Meuterei auf der Bounty entdeckt. Laut Reiseführer hat die Insel die schönste Lagune der ganzen Südsee. Obs wirklich die schönste ist, wissen die Beiden nicht, aber sie ist auf jeden Fall wie aus dem Bilderbuch – verschiedenste Türkistoene des Meeres, weisse Sandbänke, unbewohnte Minipalmeninseln…da lässt sichs schon aushalten.

Hazel und Lie fliegen also mit einer 30-Passagier-Propellermaschine (Saab 430) der Air Rarotonga nach Aitutaki und werden dort mit duftenden Blumengirlanden von Veia, der Besitzerin der Inano Bungalows, willkommen geheißen. Melancholie/Monotonie in der Suedsee kommt nur deswegen zeitweise auf, weils in den 4 Tagen, die Liezel auf der Insel verbringen, relativ oft regnet. Aber die Beiden lassen sichs nicht verdrießen. Sie erkunden die Insel auf einem kraxigen Moped, sammeln die süßen Früchte auf, die unter den vielen Mangobäumen liegen, schnüffeln an Frangipani-Blüten und studieren die Einsiedlerkrebse. Bei einer Island Night genießen sie die leckeren lokalen Gerichte (zB. roher Fisch in Kokosnussmilch, Brotfrucht) und bewundern die tanzenden Damen, die in Bastrockerln und Blumenschmuck so wild die Hüften schwingen, dass es die Bleamerln wegfetzt (keine Übertreibung!). Man kann sich sehr gut vorstellen, dass Fletcher Christian (der Meuterer von der Bounty) und Co. von den Damen der Region sehr angetan waren. Auch die knackigen Aitutakianer, die (Kriegs-)tänze hinlegen, sind eine Augenweide. Dazu wird wild getrommelt und an der Ukulele gezupt. Schon alles sehr exotisch. Und am letzten Tage scheint wie bestellt die Sonne, sodass Hazel und Lie noch mit dem Boot über die Lagune zu den kleinen Palmeninseln cruisen und dort schnorcheln gehen können.

Nur so noch schnell den Text zum Lied:

Monotonie in der Südsee,
Melancholie bei 30 Grad.
Monotonie unter Palmen,
Campari auf Tahiti, Bitter Lemon auf Hawaii.

Ich flieg nach Hawaii,
und wir sind dabei.
Ich flieg nach Tel Aviv
zum Minimaltarif.
Ich fahr nach Eschnapur
dem Tiger auf der Spur.
ich flieg nach Babylon
Hotel mit Vollpension.

Monotonie in der Südsee,
Melancholie bei 30 Grad.
Monotonie unter Palmen,
Sylvester auf Tahiti, Heiligabend auf Hawaii.

Für Hazel und Lie heißts Heiligabend in Wien (bzw. Aulendorf), aber davor gibts noch ein ein bissl California dreamin’ in Santa Monica.

Hazel auf dem Weg durch den Abel Tasman Nationalpark

Hazel auf dem Weg durch den Abel Tasman Nationalpark

Während Lie sein wehes Knie auskuriert, schnürt Hazel ihr Wanderränzlein und macht sich für 2 1/2 Tage auf den Weg in den Abel Tasman Nationalpark im Norden der Südinsel. Der berühmte Coastal Track führt durch knallgrüne Wälder mit Farnbäumen und anderen einheimischen Pflanzen immer ganz in der Nähe oder auch direkt an der Küste bzw. an den goldgelben Stränden entlang. Vorgelagert gibt es Sandbänke und kleine dicht bewachsene Inseln. Man kommt immer wieder an smaradggrünen Flüssen mit Granitfelsen darin vorbei und überquert bei Ebbe die weiten sandigen Flussmündungen, die sich im Strand fortsetzen. Hazel freut sich also und genießt die traumhaften Ausblicke und das erfrischende Meer. Wer hätt sichs gedacht – vor 10 Tagen sind die Beiden noch durch den Schnee gestapft und schon kann man in kurzer Hose und T-Shirt wandern gehen und im Meer baden. Ein Highlight der Tour ist die übernachtung auf dem Aquapackers-Schiff in der tollen Anchorage Bay. Auf diesem kleinen schwimmenden Hostel wird am Abend gegrillt und man kann von Deck aus die schöne Umgebung geniessen – ob beim Baden, Sonnen oder Sterne Schauen. Nachdem Hazel am nächsten Tag den Angriff eines rotäugigen Oyster Catchers (Vogel nicht Mensch), der anscheinend im Brutfieber war, abgewehrt und die 2. Nacht in einer Hütte an einer riesigen Flussmuendung verbracht hat, freut sie sich ihren Lie in der Totaranui Bay in die Arme schließen zu können und wieder mit ihm gemeinsam auf Entdeckungsreise zu gehen.