Category Archives: Lombok

Gunung Rinjani – Gewaltmarsch

Gunung Rinjani – Gewaltmarsch


Beim Golf nennt man es Handicap. Beim Bergsteigen ist es einfach ein Fehler, zumindest wenn man Lie fragt. Das bisschen Berg? Wär ja gelacht…

Nein, das war nicht zum Lachen, vielleicht zum Lächeln (in etwa 10 bis 20 Jahren). Wie meinte der nette Rocky (interessanter Name übrigens) vom Rinjani Trekking Club? Wir holen Euch vom Hafen in Bangsal ab, no problem, und wenn Ihr ein bisschen spät dran seid? Dann geht Ihr eben etwas schneller. No problem. (Übrigens einer der ersten Sätze, die Asiaten auf Englisch lernen.)

  • No problem = Fehler/Handicap 1

Und warme Jacken?

  • No Problem = Fehler/Handicap 2

Wieso 4 Tage Trekken, wenn man das ganze in 2,5 Tagen machen kann?

  • No Problem = Fehler/Handicap 3

Also, die Beiden machen sich von den Gilis auf, werden wie verabredet von den Trekkingtypen am Hafen abgeholt und zur Rangerstation gebracht. Wenn sie nicht so naiv gewesen wären, hätte sie der Hinweis des Rangers:

Austrian? Ohhh, Schwarzenegger, high Mountains, Austrian strong! No problem!

schon irritiert, aber nein, sie verstehen es als Lokalkolorit und ab dafuer.

Also, was folgt ist ein absoluter Gewaltmarsch – über 1800 Höhenmeter in knapp sechs Stunden, durch Grasland (der Backofen), Eiseskälte auf 2.700 m (dem Kraterrand vulgo: Yetis delight) und dann, nachts um drei (Lie lässt diesen Part lieber sein, er ist so schon total im Eimer) der Aufstieg zum Gpifel (Anbetung des Windgottes) auf 3.726 m. Anmerkung von Hazel zum verhinderten Gipfelsturm: Leider konnten wir den Vulkan nicht ganz bezwingen. Da oben hats so geblasen, dass wir 200 Höhenmeter unterm Gipfel umkehren mussten. Bibbernd vor Kälte bin ich mit unserem Guide Sar, der übrigens noch mehr gefroren hat als ich, in einer windgeschützten Nische gesessen bis dann doch endlich die Sonne aufgegangen ist. Fazit des Aufstiegs: den halben Vulkan im Schuh, mit Lavastaub verklebte Augen und mehr schwarzes Zeug in der Nase als nach einem Halloweenfest im Gürtelkeller. Aber der Blick auf den Kratersee mit Minivulkankegel in der aufgehenden Sonne war unschlagbar. Am selben Tag gehts dann auch noch runter zum See (auf 2.000 m), wieder hoch auf 2.650 m und wieder runter auf 2.000 m zum Djungelcamp. Am nächsten Tag schließlich runter auf 600 m.

Lie sagt: Vulkane haben einen Nachteil: Es geht nicht nur rauf und wieder runter, wie bei einem “normalen” Berg, sondern 2 x rauf und 2 x runter…

Und dennoch: Hazel und Lie sind müde, aber glücklich: Eine Wahnsinnstour, mit Aussichten, die aus einem Fantasyroman stammen könnten. Es war Wahnsinn, aber wirklich toll!

Ein Hoch auf Nicole Pau! Und ein Hoch auf Indonesien

Ein Hoch auf Nicole Pau! Und ein Hoch auf Indonesien

Viele werden sich jetzt fragen: Wer ist das? Nicole Pau ist Hazel & Lies Heldin! Sie hat es in unschlagbarer Geschwindigkeit fertiggebracht unsere weiteren Flugverbindungen so umzubuchen, dass wir etwa 4 Wochen länger in Indonesien bleiben können. Sie ist nicht nur schnell und kompetent, sondern auch freundlich! Ich bitte alle, die das lesen, diesen Artikel eindeutig als Promotion für Frau Pau und den Colibri-Reiseservice zu verstehen.

Und natürlich muss zugleich erwähnt werden, dass wir nun sicher vier Wochen Indonesien dranhängen. Dazu werden wir über Flores nach Timor reisen und unser Visum in Osttimor verlängern lassen. Sorry Folks. Es ist einfach zu toll hier um schon in einem Monat die Segel zu streichen!

Pemuteran und ab nach Lombok

Pemuteran und ab nach Lombok

Nach den Bergen muss Meer sein. Hazel und Lie fahren von Munduk aus nach Pemuteran, weil man da so toll tauchen und schnorchen kann. Der Ausflug zum West Balinese Nature Reservatre ist ein voller Erfolg. Man kann sich gar nicht vorstellen, wie viele Fische es in einem Riff gibt. Und dass Lie dann noch durch puren Zufall auf eine Taucherbrille stößt, die genau seine Sehstärke hat, das ist nun wirklich ein irsinniger Zufall und ein Riesenglück. Lie kauft die Brille sofort und wird Sie hüten wie einen Augapfel.

Das Riff um das kleine Inselchen im äußersten Westen Balis ist ein absoluter Knaller. Wie schon in Nusa Lembogan ist es einfach nicht zu beschreiben, wie es in so einem Riff zugeht. Man hat den Eindruck, dass die Natur sich hier besonders viel Mühe gegeben hat; es ist so verspielt und die Farben sind unbeschreiblich. Schauts Euch selbst an.

Nach einem sehr ruhigen und schönen Abend am Strand unter einem riesigen, uralten Baum machen sich Hazel und Lie nach Lombok auf. Das Ganze ist wie immer sehr abenteuerlich (und sehr günstig): mit den Einheimischen im Minibus, die ganze Nordküste Balis entlang bis zum Hafen Padangbai, von dem es nichts weiter zu berichten gibt, als dass man im Ozon Café gut essen kann und im örtlichen Internetcafé (ein Dutzend Pentium I Rechner mit einem (!) 56 K Modem) abgezockt wird.

In der Früh geht es dann los mit einer großen Fähre über Lembar nach Sengigi. Geplant ist auf den Gilli Islands zu tauchen, den grossen Vulkan zu besteigen und dann nach Flores zu fahren.