Category Archives: Lombok

Road rage (part one)

Road rage (part one)

Hazel und Lie wissen jetzt, warum man über die Reisedauer von Lombok nach Flores keine genauen Angaben machen kann… ist alles recht unberechenbar.

Anbei ein Auszug aus Lies Reiseaufzeichnungen:

Relativ problemlos den östlichen Fährhafen von Lombok erreicht, stundenlang auf eine Fähre gewartet, es gibt naämlich große und kleine, und die großen sind leider grad unterwegs. Der Reisebus: Ein ziemlich getretener Mercedes, mit enorm viel Beinfreiheit, mit einem 1,5 m grossen, spinnennetzartigen Rissmuster in der Windschutzscheibe (noch war unklar, wie sowas passiert). Dann Sumbawa. Man sieht nix (da dunkel), aber vielleicht besser so, da der Zwischenstop nach einer halben Stunde eine Landschaft und Atmosphaere enthüllt, die ziemlich stark dem Jemen ähnelt. Flach, sandig und ziemlich abgerockt, Mädels verschleiert bis zum Knöchel… Anschliessend das von der Busgesellschaft gestellte Essen angeschaut. Hazel probiert (und verdaut, erstaunlich!). Wie wir später erfahren, hat man einem anderen Touristen Coupons für dieses Essen verkauft (All you can eat! Hihihihihi). Die locals versuchen immer wieder ein paar Rupien abzuzocken. Muss man sportlich nehmen. Bleibt ja nix anderes…

Irgendwo in Sumbawa:

Strassen schlecht bis nicht vorhanden und der Busfahrer gibt Vollgas. Hazel pennt. Erstaunlich. Dann plötzlich ein Knall und Wummern, links hinten. Panik im Bus, alle schreien wie wild rum. Hazel wacht auf, schaut mich an, aber da stehen wir schon. Reifen geplatzt bei 80 km/h. Busfahrer hat Pipi in den Augen! Hab so wenig Schlaf abbekommen, dass ich mich gleich wieder beruhige und stoisch auf die Reparatur warte, die dann auch stattfindet. Aber immerhin hab ich ein gutes Buch…

In einem Kaff namens Bima, 1 1/2h vor dem Fährhafen heißts dann umsteigen in eines der wilden Bemos (siehe unten). Die Fähre noch zu erreichen ist hinfällig und die Beiden stellen sich drauf ein in Sape zu übernachten. Immerhin kann man dort laut Lonely Planet die Charlton Heston-inspirierten locals dabei bewundern wie sie sich Rennen in ihren benhurs (kl. Pferdewägen) liefern. Nach 2 Stunden Warterei im Bemo und 2 Ehrenrunden zurück zum Terminal (Bemo fährt erst los wenn der Fahrer es für voll hält) gehts dann nach Sape. Ja, und wenn man 3 Stunden Verspätung hat, die Fahre aber 4, dann hat man Glück!Minus + minus = plus

Auf nach Labuanbajo auf Flores!

Koralleninseln und Bambushütterln

Koralleninseln und Bambushütterln

Die Beiden sind in Gili Meno gelandet und nun auf Gili Trawangan. Das sind zwei von drei vergleichsweise touristischen Inseln nordöstlich von Lombok. Gili Meno ist die ruhigere Variante (etwa zwei von 20 sind Nicht-Einheimische). Und die Beiden gehen es sehr ruhig an. Beim Tauchen haben sie wieder das Gefühl in einer anderen Welt gelandet zu sein. (Hazel sieht Riffhaie und Schildkroöten, Lie beim Schnorcheln “nur” eine Schildkröte, dafuer aber einen Boxfish, der verblüffende Ähnlichkeit mit einem Hund hat, weisse Haut, orange Backen und schwarze Haare – der Fisch hatte es ureilig, unter einer Koralle zu verschwinden und dachte: Wenn ich Dich nicht seh, siehst Du mich auch nicht).

Die Inseln sind aus Korallenstaub und extrem schön. Jeder, der eine Auszeit braucht, sollte sich das unbedingt geben. Schaut Euch die Bilder an!

Ein Hoch auf Nicole Pau! Und ein Hoch auf Indonesien

Ein Hoch auf Nicole Pau! Und ein Hoch auf Indonesien

Viele werden sich jetzt fragen: Wer ist das? Nicole Pau ist Hazel & Lies Heldin! Sie hat es in unschlagbarer Geschwindigkeit fertiggebracht unsere weiteren Flugverbindungen so umzubuchen, dass wir etwa 4 Wochen länger in Indonesien bleiben können. Sie ist nicht nur schnell und kompetent, sondern auch freundlich! Ich bitte alle, die das lesen, diesen Artikel eindeutig als Promotion für Frau Pau und den Colibri-Reiseservice zu verstehen.

Und natürlich muss zugleich erwähnt werden, dass wir nun sicher vier Wochen Indonesien dranhängen. Dazu werden wir über Flores nach Timor reisen und unser Visum in Osttimor verlängern lassen. Sorry Folks. Es ist einfach zu toll hier um schon in einem Monat die Segel zu streichen!

Mataram HATI HATI

Mataram HATI HATI

Hati hati, das ist  einer der indonesischer Lieblingsausdrücke von Hazel & Lie und heißt so viel wie: Beware!! Oder, laut lokaler Quelle, sowas wie aua aua, sozusagen prophylaktisch. Heute wagen sich die Beiden also in die Hauptstadt von Lombok, und zwar in einem ziemlich überfüllten Bemo (öffentlicher Bus). Mataram ist, wie soll ma sagen, nicht so geordnet wie Zürich… Aber die Beiden finden alles, was sie finden wollten.  Sie erspähen sogar im Wirrwarr der Straßen (ohne Straßenschilder) das Büro der Fährgesellschaft (Pelni), mit der sie von irgendwo (ähhhm) zu den Banda Inseln fahren möchten. Wie Ihr bemerkt haben dürftet, sind die Beiden auch schon etwas wirr. Macht aber Spaß. Ein Highlight ist der Besuch beim Pizza Hut in der örtlichen Mall – sowas tut einem westlichen Magen von Zeit zu Zeit sehr gut und beugt Verdauungsproblemen vor (dieser Meinung sind übrigens auch Kathi & Sandi). In der Mall reizt es Lie außerdem sehr sich einen Eee-PC zuzulegen, aber da der Verkäufer im Elektrogeschaeft den Preis nicht weiß, ist ein Kauf nicht möglich.

Lie: Whats the price on that Eee-PC?

Typ: Wha?

Lie: The white one, how much?

Typ: It not on list, sorry.

Lie: Wha?

Typ: No know price, brother.

Lie: Well…

Der Sonnenuntergang hier in Sengiggi ist a Wahnsinn. Morgen gehts schon weiter auf eine von 3 kleinen Inseln, den Gilis, wo man angeblich besonders gut chillen & schnorcheln bzw. tauchen kann. Also genau das richtige für die zwei bevor sie dann 3 Tage lang eine Trekkingtour am höchsten Berg Lomboks, dem Gungung Rinjani (3726m) machen werden.

Pemuteran und ab nach Lombok

Pemuteran und ab nach Lombok

Nach den Bergen muss Meer sein. Hazel und Lie fahren von Munduk aus nach Pemuteran, weil man da so toll tauchen und schnorchen kann. Der Ausflug zum West Balinese Nature Reservatre ist ein voller Erfolg. Man kann sich gar nicht vorstellen, wie viele Fische es in einem Riff gibt. Und dass Lie dann noch durch puren Zufall auf eine Taucherbrille stößt, die genau seine Sehstärke hat, das ist nun wirklich ein irsinniger Zufall und ein Riesenglück. Lie kauft die Brille sofort und wird Sie hüten wie einen Augapfel.

Das Riff um das kleine Inselchen im äußersten Westen Balis ist ein absoluter Knaller. Wie schon in Nusa Lembogan ist es einfach nicht zu beschreiben, wie es in so einem Riff zugeht. Man hat den Eindruck, dass die Natur sich hier besonders viel Mühe gegeben hat; es ist so verspielt und die Farben sind unbeschreiblich. Schauts Euch selbst an.

Nach einem sehr ruhigen und schönen Abend am Strand unter einem riesigen, uralten Baum machen sich Hazel und Lie nach Lombok auf. Das Ganze ist wie immer sehr abenteuerlich (und sehr günstig): mit den Einheimischen im Minibus, die ganze Nordküste Balis entlang bis zum Hafen Padangbai, von dem es nichts weiter zu berichten gibt, als dass man im Ozon Café gut essen kann und im örtlichen Internetcafé (ein Dutzend Pentium I Rechner mit einem (!) 56 K Modem) abgezockt wird.

In der Früh geht es dann los mit einer großen Fähre über Lembar nach Sengigi. Geplant ist auf den Gilli Islands zu tauchen, den grossen Vulkan zu besteigen und dann nach Flores zu fahren.