… but ready to kill in Sihanoukville
So könnte mans zusammenfassen. Aber zuerst will Lie eine Geschichte erzählen. Von seinem Bruder und einem Campingausflug an die Ostsee. Im Zug dahin kam im Radio, dass es der kälteste August seit Beginn der Wetteraufzeichnungen an der Ostsee sei. 8 Grad im Schatten (es war überall Schatten). Und nach dem Aufbau des Zelts konnte die Ausschachtungstechnik zur Zeltdrainage professionalisiert werden. Denoch, toll an der Ostsee!
Sihanoukville? Man nehme ein tropisches Paradies mit 10 Traumstränden und baue eine Autobahn im Stadtzentrum, einen Parkplatz mit 30.000 Shops, “Pissa Italianas” und guest houses darauf. Außerdem noch ein oder zwei chinesische, gigantosaurische Tourismusentwicklungsprojekte (im Nationalpark, da gibts schließlich Platz!) Wichtige Zutat: Fliegenden Händler, die dich noch auf dem Klo fragen, ob du wirklich keine Sonnenbrille, Pediküre, Frucht, Drogen oder sonstwas haben willst.
Hazel und Lie sind geflasht. Wir wollen hier weeeeg! Und schwupps, sind wirs. Am Lazy Beach, 2 Stunden entfernt, auf der Insel Koh Rong Saloem.
… Und damit ist Lie auch wieder bei der Ostsee: In Kambodscha ist Regenzeit… Die Hinfahrt verläuft wirklich grenzwertig. Ohne Verarsche: Kleines Boot, groooße Welle… Lie ist stolz darauf als Letzter die Rettungsweste anzuziehen (und Hazel zeigt ihm den Vogel). Die mitfahrenden Italiener werden seekrank, die Belgierin kreischt bei jeder Welle. Hazel bleibt stoisch. Liezel kennen das ja schon. Es ist aber trotzdem gewöhnungsbedürftig, wenn so ein 15 Tonen Boot plötzlich durch die Luft hüpft und im Wasser aufklatscht. Auch die eigentliche Anlandung ist eine Aktion für sich: Es gibt an einsamen Inseln natürlich keinen Bootssteg, also heißt es:
Um den Boden zu küssen, werden wir wohl schwimmen müssen!
Alles nass, auch Rucksack und Handy! Hazel opfert Sonnenbrille und Flipflops den Meeresgöttern. Koh Rong Saloem kann aber trottz Schlechtwetter vollkommen überzeugen. Liezel verbringen fast eine ganze Woche auf der Insel. Sagen wir einfach: Einsame Strände, leckeres Essen, tolle preiswerte Hütte, Djungel, Mondscheinschwimmen, Wasserfallkaskaden (mit hunderten kleiner Nagefische, die man auch zur Hautpflege einsetzt..), Hornbill-Vögel, taninfarbene Bächlein, alter Leuchtturm, weisser Sand (so wie Salz) …
Der Rest sei eurer Phantasie überlassen…


