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Melbourne mon amour

Melbourne mon amour

Liezel steigen bei der Southern Cross Station aus und tauchen in eine der tollsten Städte der Welt ein: Melbourne. Sie wirkt auf den ersten Blick europäisch, vielleicht wegen der Strßsenbahnen und der (nach gut vier Monaten in Asien) ungewohnten Ordnung. Die australischen und internationalen Merkmale erkennt man aber schnell. Melbourne ist eine sehr kosmopolitische Stadt; es werden ca. 170 Sprachen gesprochen und man kann die Speisen aus ca. 70 verschiedenen Laendern der Welt ausprobieren (wenn man die Kohle hat… Liezel haben sie zwar nicht, essen aber trotzdem leckere Sachen zB. original griechisches Gyros). Man sieht viele 1-2stöckige viktorianische Haeuser, aber auch Wolkenkratzer in der Innenstadt. Hazel ist wieder begeistert von den vielen netten Lokalen und originellen Geschäften. Die Kreditkarte glüht…

Nachdem die Beiden in der Nunnery, einem Backpacker-Hostel in der Nicholson Street angekommen sind, gehts direkt an den Strand. Ja, Strand! Möchte nicht jeder in einer Stadt mit Strand leben? Hazel & Lie schon. Der Neusiedler See ist zwar schon auch super, aber der Ozean… Wahnsinn sind auch die Botanischen Gärten, die Brunswick Street und … alles andere. Hazel stattet der Monash-Uni einen Besuch ab, an der sie vor knapp 10 Jahren ein Semester lang studiert hat.

Beiden sind sich einig: Hier könnte man bleiben.

Eine kleine Überlandpartie durch Victoria

Eine kleine Überlandpartie durch Victoria

Die Beiden fahren mit Sally und Pete durch den Bundesstaat Victoria, machen aber zwischendrin Station in Lilydale, wo die Eltern von Sally wohnen. Hier hat man vom nahen Mount Danenong einen tollen Blick auf das nächtliche Melbourne. Auf dem Weg nach Oxley essen die Beiden wieder jede Menge leckere Sachen (zB. Chicken Parmigiano, Berry Cheesecake). Stops gibts unter anderem bei den höchsten Wasserfällen Victorias und bei einem Aussichtspunkt, von dem man die Berge der Region sieht. Außerdem hat dort in der Gegend der wilde Nationalheld  Ned Kelly (ein Typ, der in einer Art Rüstung reiche Leute ueberfiel und einen Teil des Geldes den Armen gab… sehr australische Geschichte…) seine “Untaten” verübt. Auch das Einkaufen im Supermarkt in Mansfield ist ein Highlight, weil die Dame beim Gemüse so nett ist und sich lange mit den Beiden über Gott und die Welt und Kartoffelarten unterhält. (Die für den Salat heißen auch hier Kipfler.)

Einen weiteren tollen Stop gibts bei einem Wildlife Center, wo verletzte Tiere auf freiwilliger Basis versorgt werden. Dort sehen die 4 jede Menge Känguruhs, Wombats (Vorsicht: Die beissen gerne in Zehen!) eine Koaladame namens Monique, Kakadus und Eulen.

In Oxley bei Sally’s und Pete’s schönem Haus angekommen, gibts einen sehr leckeren australischen Barbie (BBQ). Liezel revanchieren sich am nächsten Tag mit einer Austro-Schwabo Fusionskreation: Schnitzel (mit einer Bierflasche geklopft) mit schwäbischem Kartoffelsalat und Heidelbeerschmarrn zur Nachspeise.

Hazel und Lie lassen sichs gut gehen und fahren am nächsten Tag mit der Eisenbahn nach Melbourne.

Hazel & Lie down under

Hazel & Lie down under

Nach mehr als 4 1/2 Monaten voller Abenteuer in Indonesien, Singapur, Kambodscha, Laos und Thailand verabschieden sich Hazel und Lie von Asien. Und kaum hat man sichs versehen sind sie auch schon in Australien, genauer gesagt in Melbourne, wo Hazel vor 9 Jahren ein Auslandssemester verbracht hat.

Die Beiden werden von Hazels lieben Freunden Sally & Pete vom Flughafen abgeholt. Sally und Pete sind zwei sehr nette Australier, die sich nach langen Reisen durch Europa (während denen sie durch eine Kette von Zufällen auch Hazel kennenlernten) in einem kleinen namens Oxley im Norden von Victoria niedergelassen haben. Als sie hörten, dass Hazel & Lie nach Melbourne kommen, haben sie sie gleich eingeladen ein paar Tage mit ihnen zu verbringen. Und so erleben Liezel in den darauf folgenden Tagen ein tolles Kontrastprogramm zu ihren Asienerlebnissen: Edel-Campen im Wilson’s Prom Nationalpark am südlichsten Spitzel Australiens. Hazel hat sich schon vor Jahren in diesen Nationalpark verliebt und auch Lie ist ganz begeistert von den weiten Sandstränden mit orangefarbig bewachsenen Granitfelsen, sich durch verschiedenste Vegetation windenden tanninfarbenen Flüssen, den schönen Aussichtspunkten und Wanderwegen. Und was noch dazu kommt: Alles blüht – es ist ja Frühling! Und die Pflanzen sind natürlich wieder ganz anders als in Asien. Da gibts zum Beispiel den australischen Grasbaum, der nur blüht nachdem er gebrannt hat. Känguruhs und Emus lassen sich gleich bei der Hinfahrt blicken, außerdem gibts viele lustige Vögel (zB. Galahs, Rosellas, Kookaburras) zu sehen. Der eine oder andere ißt einem das Frühstück weg wenn man nicht aufpasst. Später am Tag sitzt man gemütlich bei einem oder mehreren Glaserln Wein vor dem Zelt und plötzlich spaziert ein Wombat vorbei! Das sind lustige uraustralische Tiere, die ein bisschen wie eine Kreuzung aus Meerschweinchen und Babybär ausschauen. Vorallem Lie ist ganz hingerissen von diesen “gemütlichen” Tieren. In der Nacht kraxeln dann noch Possums auf unserem Zelt herum und man hört die Bemmerln (liebe Piefke, gemeint sind: Kackköttel) das Zelt hinunter rollen. Das ist halt Natur pur!

Hazel und Lie fühlen sich auf jeden Fall sauwohl, ob beim Picknick am Strand mit köstlichen australischen Weinen (ganz zu schweigen, von dem genialen Abbotsford Invalid Stout) und leckeren Käsesorten oder sonstigen herrlichen Mahlzeiten, unter dem Wahnsinnssternenhimmel, im gemütlichen Riesenzelt…