Category Archives: Ausflug

Dreiländereck

Dreiländereck

Hazel und Lie sind mit Scarlett nach Zittau zu Tommy, dem Bruder von Hazel gefahren – auf dem Weg zum Bruder von Lie. Kompliziert? Ach was. Tommy arbeitet mit an einer Verfilmung des Theaterstücks von Tabori namens Mein Kampf. Es geht um die jungen Jahre Hitlers in Wien mit Götz George und Tom Schilling. Hazel und Lie konnten ein bisschen zuschauen und hatten viel Spaß.

Ein paar total abstruse Blüten deutscher Leitkultur waren in Polen zu betrachten. Dadaistisch fanden wir die Schaufensterinfo (“Kaffee – Radkappe – Sitzbezug”) Dazu passend das Schild zum deutschen Wesen (“Dienstleistung nach deutschen Maßstäben – deutsches Personal – deutsche Kraftstoffe”). Was die zwei Themen und die Bilder miteinander zu tun haben? Denkt mal scharf nach…

Schwöinsbrotn mit Knedl

Schwöinsbrotn mit Knedl

Ah, Österreich Land der Berge, Land am Strome, Land der Äcker, Land des Schweinsbratens mit Knödel. Stef und eine bereits mehrfach genannte junge Dame, erklimmen niederösterreichische Berge. Genauer: Einen Berg. Genauer gehts nicht, weil beide (Stef und die Dame) nicht mehr wissen, wie der Berg hieß. Fing mit H an und liegt bei Kasten. Eine eher wirre Aktion, das. Der Plan war im Grunde einfach: Rein ins Auto, raus aus Wien, rauf auf den Berg, futtern und zurück. Aber es kam alles anders oder doch nicht. wer weiß…

Also zunächst einmal kam besagte Dame (ohne jeden Unterton) ein klitzekleines Bisschen zu spät von einer geheimnisvollen Verabredung mit der jüngeren Generation, dazu kam ein Stau, so dass es am Fuß des Berges eigentlich schon dämmerte, zudem hatten Stef und die Liebe beinahe gar keine Ahnung, wo sie eigentlich hinwollten (“äh, bergauf, oder?”) und schließlich führten eine gewisse Großwetterlage (vulgo: Nebel) und die einsetzende Dämmerung zu einer an “Blair witch project” erinnernden Atmosphäre. Die Liebe nannte das dann ‘spooky’. Zuletzt botteten die Liebe und Stef querfeldein bergan (Sichtweite ca. 15 m) die Nacht brach herein und Stef (das alte Chicken) wollte schon vorschlagen umzukehren, als ganz oben am Hang Lichter auftauchten, die an ein Spukschloß gemahnten, sich dann aber doch als niederösterreichisches Spezialitätenrestaurant herausstellten…

Nach Verzehr der (trotz der etwas arg einprägsamen Optik) leckeren Malzeit stellte sich die Frage, wie man nun wieder bergab käme – denn inzwischen war die Dämmerung vorbei und die Nacht da (und Nebel + Nacht ergibt eine ziemlich schlechte Sicht, mal ehrlich). Also im Abhauen noch die Trümmerfrauen im Restaurant gefragt, wie man am besten nach Kasten käme… und saftiges Gelächter geerntet…

Trümmerfrau_1: ‘Hobts a Toschnlompn?’

Die Liebe: ‘Na’

Trümmerfrau_2: ‘Jo I dad mi do ned obbidraun, wanni mi ned aussikenn’

Trümmerfrau_1 ‘Hobts a Händi?’

Die Liebe und Stef im Chor: ‘im Auto vergessen’

Trümmerfrau_3: ‘Na Mahlzeit’

Trümmerfrau_2: ‘No, is eh scho wuscht’

Trümmerfrau_1: ‘Gehts oifoch di Lichta nochi’

Trümmerfrau_2: ‘Ham si sch a poor d’Haxn brochn’

Trümmerfrauen_1, 2 & 3: ‘muhahahahahahaha mmmuhahaahöhöhöhö’

Aber mit der Kraft des Schweindebratens, der überlegenen deutsch-österreichischen Nachtsichtgeräte und dem beinah vollkommenen Orientierungssinn der Lieben ging auch dieses Abenteuer gut aus…