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La Serenissima im Regen

by Lie, 28. März 2013

Die Serenissima im Regen ist immer noch schöner, als sagen wir Ambon im Sonnenschein – Lies Problem ist nicht das Wetter (er hat die richtigen Klamotten dabei) Lie hat Schwierigkeiten sich zu orientieren – man kann sich in Venedig nämlich ausgezeichnet verirren. Nicht nur, weil es kaum gerade Straßen – oder nur die Möglichkeit gibt, 100 Meter geradeauszugucken sondern auch weil es überall was zu gucken gibt. Das ist ein bißchen so, als ob man bei Schneetreiben im Auto als Beifahrer einer Flocke nicht aus den Augen verlieren will.

Lie war am Arsenal, der früheren Flottenwerft der Stadt. Im ist eigentlich völlig unklar, warum ihm das bei seinem letzten Besuch ob des nautischen Nährwerts so durch die Lappen gehen konnte, aber vermutlich hat er sich seinerzeit glücklich-willenlos durch die Gassen zerren lassen – viel zu geflasht als dass er noch Wünsche hätte äußern wollen. Aber genug davon und zurück zum Arsenal – die Venezianer waren schon 1571 durch standardisierung der Bauteile und arbeitsteilige Montage in einem Jahr 110 Schiffe zu bauen – also alle drei Tage eins (auch Sonntags). Ein Knaller, oder? Stuttgart braucht für den Bahnhof zehn Jahre (nur Spaß liebe Schwaben, ihr seid schon die Herrgottshäuslesbauer nur die Ruhe). Andererseits hats auch nix geholfen, heute ist man den Touristen schutzlos ausgeliefert.
Vollkommen desorientert verirrt sich Lie ins Univiertel (das ist am anderen Ende der Stadt) und gerät in eine ziemlich frenetische, studentische Graduierungsfeier – nein in mehrere – eigentlich unzählige… Feiern in der die frischgebackenen Magister, angetan in wenig mehr als Strumpfhosen (bei den Herren nicht nur vorteilhaft wirkend) mit Eiern beworfen werden und anschließend Käse verkaufen müssen. Trotz Nachfragens erschließt sich Lie die Symbolik nicht völlig und die Gegenfrage, ob nur Ökonomen Käs‘ verkaufen müssen oder auch alle anderen läßt wiederum Lies Gegenüber ratlos dreinschauen. Aber gut. Lie wird sich nun dem guten „Spritz“ widmen. Mit Oliven. Hmmmmm.

2 Kommentare


    • Klosterschülerin
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    • März 29, 2013

    Während Lie sich für Oliven begeistert, begeistert sich die Klosterschülerin für das gerade in der Musikauswahl entdeckte "Heart of Glass" von Nouvelle Vague. Genau ihr Geschmack. Chapeau!

    • Lie
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    • März 30, 2013

    Klosterschülerin? Hmm das regt die Phantasie schon an. Lie wird das Gefühl nicht los, er könnte diese spezielle Klosterschülerin kennen... Meimei Schlimmerling ... :-)

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