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Auf geht’s

by Lie, 31. März 2013

Lie beseigt die  F/B Corragio von Venedig nach Patras – an Bord hat er das Gefühl für jemand anders gehalten zu werden. Passiert ihm häufiger – eher in unangenehmerer Weise… Türen werden ihm aufgehalten, die Stewards machen Katzenbuckel und alle behandlen ihn wie einen Ersteklassepassagier – bis ihm dämmert: er ist ein Ersteklassepassagier und das mit einem Internetticket à 89 Euronen. Hmmm. Also, man sollte nicht unterschätzen, wie leer ein solches Schiff sein kann. Wer dann eine Kabine bucht ist (offenbar) schon ein Held der Natutik. Lie hat eine ganze Viererkabine für sich allein und beschließt heute zu lesen, was der KOBO hergibt. Das Buch der Wahl: Martha Gellhorn – Travelling with myself and another. Wie (un)passend, gell? Dazu gibt’s demnächst auch noch eine Buchbesprechung.

In Venedig hat Lie im Männerkloster übrigens noch drei andere Internetgeschädigte kennengelernt: Mario aus New York, Jo aus Minnesota und Patrick aus Buffalo. Drei echt nette Amikids auf Springbreak im regnerischen Venedig. Lustig wars. Seit Mario erfasst hatte, dass Lie in Deutschland aufgewachsen ist sagte er immerz „Ik will eine Buut“.  Nein, kein Dada, nach einer Weile kamen wir drauf, dass das einzige Stück deutscher Hochkultur, das es in die USA geschafft hat, offenbar die Unsitte des Stiefeltrinkens ist. Sie hielten Schnitzel für eine Wurst. Ohne Scheiß! (Lie hätte fast geweint). Die sollten dringend was tun im Goethe Institut in New York. Zurück zum Stiefel: man kann sowas sogar in Venedig machen, wenn man lange und intensiv genug nervt.
Lie liegt lesend in seiner Kabine und genießt das Rollen des Schiffs. Vorhin hat er sich noch eine Schokolade mit Nüssen und Rosinen gekauft und glaubt, dass es keinen schöneren Ort auf Erden gibt.

5 Kommentare


    • The Lady wears a Gent
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    • April 1, 2013

    Die Kaugummikunst (direkt beim Foto zu kommentieren klappt irgendwie nicht ...) ist in der kleinen Ansicht fast verwechselbar mit diesen unsäglichen Vorhängeschlössern, die seit einiger Zeit sämtliche Brückengeländer der Touristenhotspots zieren ... Ein Brauch, der übrigens offenbar eh aus Italien stammt: http://de.wikipedia.org/wiki/Liebesschloss Gut, dass Lie dies' Land einstweilen hinter sich gelassen hat. ;-)

    • Lie
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    • April 2, 2013

    Na, nicht so die Romantikerin, gell? In Köln haben sie einen Typen in den Bau geschickt, der sie so gern mochte, dass er sie geklaut hat. Wollte sie als Altmetall verkaufen. :-) --> http://www.ksta.de/innenstadt/drei-monate-haft-fuer-liebesschloesser-dieb-,15187556,16856070.html

    • The Lady wears a Gent
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    • April 2, 2013

    Was die Romantik betrifft - touché, aber nur, falls Lie Romantik mit billigem Liebesnippes gleichsetzt. ;) Was die Geschichte aus Köln betrifft - die find ich traurig. 3,50 pro Kilo!

    • The Lady wears a Gent
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    • April 2, 2013

    Was die Romantik betrifft - touché, aber nur, falls Lie Romantik mit billigem Liebesnippes gleichsetzt. ;) Was die Geschichte aus Köln betrifft - die find ich traurig. 3,50 pro Kilo!

    • Lie
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    • April 2, 2013

    Sowas von okay, Lie hat vor sich hingekichert, als er sich vorgestellt hat, dass die Kids in zukunft Kaugummi an die Brücken kleben um sich ewige Treue zu schwören. Das hätte den (von der Symbolik her jetzt) den Vorteil, dass sich die Schüre etwas leichter entfernen ließen, aber trotzdem Fäden ziehen... Und Liebesnippes - ein schönes Wort.

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