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montenegro

Crna Gora

by Lie, 29. Juni 2010

Crna Gora, der schwarze Berg ist die Bezeichnung, die die Venezianer dem Ort gegeben haben. Und bergig ist es hier. Die Liezel suchen sich sogar das bergigste Stueck  Land raus, das sie finden koennen: Durmitor.  Liezel naehrn sich von Nordwest im Landesinneren. Zuerst muss allerdings noch die Grenze passiert werden. Was sich als nicht allzu einfach herausstellt, denn, Ihr liebe Leser ahnt es schon: Die gruene Karte. DIE GRUENE KARTE!!!

Also, die Bosnier wollten uns nicht raus und die Montenegriner nicht rein lassen. Als es den Bosniern am Ende selbst komisch vorkam, dass man eine nur in Bosnien gueltige Versicherung kaufen soll, wenn man das Land verlaesst (so die urspruenglische Rechtsauslegung der Grenz-Schackl) lassen sie uns (ein „Trinkgeld“ spaeter) zwar ausreisen, aber die unheimlich netten, aber sehr sturen Montenegriner sind ein anderes Kaliber. Selbst als Lie die Anwaltsnummer abzieht (jeden einzeln nach dem Namen fragen, diesen wichtig in ein Notizbuch notieren, jeden eindringlich mustern, so tun als ob man mit der Botschaft telefoniert) bleiben sie hart. Vermutlich funktioniert die Anwaltsshow schlechter, wenn man ein mit Bluemchen beklebtes Auto faehrt und ein T-Shirt mit der Aufschrift „665 the neigbour of the beast“ traegt. Aber irritiert und ein bissi eingeschuechtert war man doch. Egal, eine gruene Karte fuer Montenegro und Serbien gekauft, die ominoese Oeko-Tax abgedrueckt und ab dafuer.

Dann bloederweise die falsche Abfahrt genommen, gewundert, weil seit ner Stunde kein Auto mehr entgegenkam und am Ende standen die Beiden vor einer klassischen Schotterpiste. Serpentinen, ueber Kilometer… Ein nettes Baeuerlein bestaetigt den Weg (Lie wurde mit Handschlag begruesst, verstand nur Bahnhof von seiner Rede, allerdings Asfalt und Kilometr schon, na immerhin. Das dankbar genuschelte „toi e Dobro“ wurde gepriesen wie die ersten Worte des Enkels. Echt feine Menschen hier!). Und dann sehen die Beiden einen echten Eidechsenwoscher (halber Meter mindestens, erbsguen) und einen wahrhaftigen Wiedehopf und nach einer alpraumhaften (Ab-)rutschpartie mit Ollie wirklich unglaubliche Mengen Wiesenblumen auf einer Hochebene. So etwas haben beide noch nie gesehen!

Noch ein Wort zu Ollie: So ein braves Autochen gibts nicht nochmal! Vereinigt japanisch-oesterreichische Tugendbuendel: Fleissig, sparsam, bescheiden, gmiatlich, trinkfest (liebe Oesis: sucht Euch doch mal Eure Tugenden aus!)

Im Nationalpark treffen die Beiden dann eine nette Dame namens Anna ueber deren mysterioese Vergangenheit nur herausgefunden werden kann, dass sie Deutsche ist, in Zabljak lebt, Oesterreich liebt und sich sehr gut im Park auskennt. Sie schickt die Beiden auf eine wunderbare vier-Bergseen Tour und anschliessend zum Wildwasserraften in die Taraschlucht. Eine Wahnsinnsgegend, fast so tief wie der Grand Canyon! Und dann gehts auch schon weiter an die Bucht von Kotor!

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