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namOu

Den Nam Ou hinauf

by Lie, 13. Oktober 2008

Lie: Laos ähnelt etwas einer Palme.

Hazel: Laos schaut aus wie Italien, nur ohne Schuh.

Lie: Da bleibt dann nix, ich meine, von Italien.

Hazel: Äh, wie heisstndes… Absatz … Ich mein Absatz. Italien schaut aus wie Laos, nur mit Absatz.

Gut. Macht Euch selbst ein Bild:

   

Also, wenn Laos so aussähe wie Italien, würden Liezel nach Trient fahren. Gut? Na gut.
Also. Die einzige Möglichkeit dorthinzukommen ist – der Titel lässt den Schluss zu – über den Nam Ou, einen Zufluss des Mekong, der in der Phongsaly Provinz entspringt. Genau dahin wollen die Liezels.

Erste Station ist Nong Kiaw. Liebe Microsoft-Hasser: Die Kartenlinks werden jetzt mal zu Live Search gehen. Google hat hier qualitativ nichts zu bieten, wohingegen der Grosse Bruder gute Massstäbe liefert. Kommentare bitte in die Rundablage.

Schon auf dem Weg dahin können die Beiden sehen, dass es offenbar vor kurzem eine Sturmflut oder zumindest einen sehr hohen Wasserstand am Nam Ou gegeben hat. Die Fussufer sind regelrecht verwüstet und manche Hütterln am Fluss zerstört. Die Laoten nehmen es mit einer unbegreiflichen Gelassenheit hin. Achselzuckend erzählen sie einem, dass der Fluss in der Regenzeit von einem recht unfreundlichen Drachen bewohnt wird, der halt ab und zu auszuckt.

Die Beiden finden trotzdem einen niedlichen, nicht weggespülten Bungalow am Fluss und nehmen eben statt einer Dusche ein Bad im Nam Ou. Schon am nächsten Tag gehts per Slowboat weiter nach Muang Ngoi, einem nur per Boot erreichbaren Dörfchen, wo sich die Beiden den Wanst mit Wildschwein, Sticky Rice und Früchten vollhauen und Tags darauf eine der schönsten Flussfahrten dieser Reise nach Mouang Khoua erleben. Der Wald am Ufer ist wild, die Bäume scheinen aufeinander zu wachsen statt nebeneinander. Jeder Stopp am Flussufer wird zu einer Begegnung mit den Dorfkindern, die Lie wieder mit Taschenspielertricks und Origami um den Finger wickelt.

In Mouang Khoua hat Hazel eine eher unangenehme Nacht (Lie auch, aber er tut halt so männlich). Nach neun Uhr (Schlafenszeit in Laos – der Strom ist aus) fängt es über den Beiden an zu trappeln und zu quietschen. Wers noch nicht erraten hat, der erfährt es jetzt: Ratten! Ehwww… Aber, es wird noch besser: Hazel muss nämlich aufs Klo und alles, was Lie vernimmt, ist ein schrilles Quietschen (nicht die Ratte) und dann ein Rumpeln (Wasserschöpfkelle, von Hazel zur Selbstverteidigung eingesetzt). Nach kurzer Begutachtung wird das Klo als unsicher eingestuft und von Hazel boykottiert.

Mit Staunen nimmt Lie zur Kenntnis, dass sich Hazel in dieser Nacht beigebracht hat, in eine leere Wasserflasche zu pinkeln. Ehwww…

Am nächsten Tag (die Beiden sind eher übernaechtigt) gehts weiter nach Hat Sa, dem „Flusshafen“ von Phongsaly, ganz in der Nähe von China.

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