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Den Mekong hinauf

Von Lie | 20.September 2008

Hazel & Lie ziehen wieder die Wanderschuh an und schnüren das Ränzlein. Nachdem eine kurze Anfrage wegen Flügen in einem Reisebuero in Sihanoukville (die Lady lackiert sich während des Verkaufsgesprächs die Nägel und nennt um 200 % überteuerte Preise – Sihanoukville eben) kurzerhand abgebrochen wurde (- die Lady konnte weiterlackieren-) machen sich die Beiden per Bus auf den Weg. Erste Station ist

Phnom Penh

die Hauptstadt von Kambodscha , eine recht angenehme Stadt. Sie quillt über vor geschäftstüchtigen Kambodschanern. Es gibt an jeder Ecke einen Markt, der tollste ist vermutlich der Zentralmarkt, der ein bisschen an eine Moschee erinnert (die es CIMG0358.JPG hier natürlich nicht gibt). Obwohl PP (im Vergleich zu Singapur) nach Liezels Ansicht recht gemütlich ist (mal abgesehen von der unglaublichen Masse an Rollerfahrern, die hier kamikazeartig durch die Straßen irrlichtern) hat uns der Elephant auf der Hauptstraße dann doch überrascht…

Ausserdem erstehen die Beiden in PP das am besten raubkopierte Buch (gebundene Photokopie), das sie je gesehen haben. Ein Lonely Planet von Laos. Die Chefs beim Linde Verlag würden auszucken, gäbs da auch den Jakom. Gibts aber nicht. Nur die Ruhe.

Kratie

Auf halbem Weg nach Laos machen die zwei Station in Kratie. Ein Örtchen, dem die Beschreibung verschlafen noch zuviel Leben einhaucht. Aber ein Nest von Betrügern. Faul wie Liezel in letzter Zeit sind, lassen sie sich eine Tour zu den Irawadidelfinen aufschwatzen. Die Tour selbst ist super, und die Tierchen sind unglaublich niedlich, aber die Erfahrung ist teuer erkauft. Genauso wie alles andere, was der gute Mann den Beiden andreht. Wurst.

Don Det und der Weg dahin

Die Kolonialfranzosen hatten ein Sprichwort über die Bewohner Ihres indochinesischen Reichs: CIMG0409.JPG

Die Vietnamesen pflanzen den Reis, die Kambodschaner beobachten sein Wachstum und die Laoten hören dem Reis beim Wachsen zu.

Das Photo zeigt übrigens die Grenze zwischen Laos und Kambodscha (jeweils zwei Hütterln mit leger gekleideten Herren darin, die alles stempeln, was man ihnen hinlegt – Hauptsache es ist ein bisschen Zigarettengeld dabei). Man hat die Vision wie ein weissgewandeter Kolonialfranzose hilflos die Schultern hebt angesichts dieser unglaublichen Lässigkeit. Liezel gefällts. Noch etwas weniger geschäftig (ja, das ist möglich) geht es auf Don Det zu, einer Insel im Mekong. An dieser Stelle ist der Fluss 14 km breit und fließt um ca. 4000 Inseln herum, auf denen Bauern Reis anbauen (aber wie in Laos üblich nur eine Ernte pro Jahr, bloß kein Stress!). Man kann sich hier für ca. 2 Dollar eine Hütte mieten und darauf warten, dass die Insel weggespült wird. Angeblich handelt es sich um eine Hippiehochburg, aber Liezel haben nicht viel davon bemerkt. Beeindruckter sind die Beiden von den vielen (sehr seelenvollen) Wasserbüffeln und der Ruhe, die die saftig grünen Reisfelder ausstrahlen. Gleich flussabwärts gibt es einen (eher unspektakulären wenn auch sehr breiten) Wasserfall, der von den Thais und Laoten für eine Seelenfalle der Verdammten gehalten wird. Wir (bzw. das enorme Dekoltée unserer Reisebekanntschaft Keyla aus Kanada) haben das Vergnügen die zweite Hauptattrakion für die anwesenden Thais zu sein. Wir werden intensiv beobachtet und ausgiebig gefilmt und sind nun vermutlich in einigen asiatischen Haushalten in der Kategorie Softporno vertreten. Hmnja warum nicht.

keine(r)

Themen: Kambodscha, Laos, Unterwegs | 4 Kommentare »

4 Kommentare to “Den Mekong hinauf”

  1. PG schreibt:
    22nd.September 2008 um 05:16

    Hi Stef,
    Crocs passend zum T-Shirt. Du bist halt doch ein Styler & Poser!
    Gruss
    Gunnar

  2. Lie schreibt:
    27th.September 2008 um 08:16

    Hej Gunnar,
    ja eh. Muss mir nun, seit ich die Crocs gekauft habe, von Hazel anhoeren, wie doof sie aussehen. Der Entschluss reifte, als ich mir das 115 te Mal den Scheiss Grossen Zeh angehauen habe (Flipflop Veteranen kennen das). Aber die generelle Haltung dazu: Posing verpflichtet.

  3. Hazel schreibt:
    27th.September 2008 um 10:00

    Crocs = Peinlich

  4. sandra schreibt:
    28th.September 2008 um 16:35

    ich wollts zuerst auch net glauben und gleich eifrig schlecht machen, aber da führt kein weg dran vorbei, da gibts nix zu leugnen: crocs sind super bequem und praktisch, da hält ein anderes fußkleid so schnell net mit. fakt. über die farbwahl kann man bekanntlich ja streiten..

    schöne website, gut zu wissen dass es euch gut geht! genießts eure reise in vollen zügen, liebe grüße ausm waldviertler herbst!

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