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Zu Besuch bei Verwandten

by hazel, 21. August 2008

Nach einer langwierigen und schweißtreibendenden Anreise (20 Stunden im Bus) erreichen Hazel und Lie den Tanjung Puting Nationalpark – ein Highlight ihrer Reise! Gabriele und Mauro (zwei sehr nette Italiener, deren Bekanntschaft die Beiden in Banjarmansin gemacht haben), haben praktischerweise schon ein Boot gechartert und so kann es nach einem gemeinsamen Einkauf am Markt (u.a. Hendlkrallen für die Suppe, frisches Gemüse, Shrimps, Fisch, Mangos) losgehen: die beste und gemütlichste Art den Nationalpark zu besuchen ist nämlich mit einem Boot, auf dem man auch übernachtet, die tanninfarbenen Flüsse hinunterzuschippern und zwischendurch auszusteigen um sich die Flora & Fauna anzuschauen.

Vom Boot aus sieht man am dicht bewachsenen Flussufer verschiedene Affen- und Vogelarten (z.B. bunte Eisvögel) und viele Schmetterlinge. Die männlichen proboscis monkeys oder long-nosed monkeys schauen sehr lustig aus: Mit ihren gurkenähnlichen Nasen locken sie die Weibchen an und sind mit der Strategie anscheinend sehr erfolgreich: Immerhin leben sie in Haremsgruppen. Die Nase dient ausserdem als Resonanzkörper. Von den Einheimischen werden diese Affen (die nur in Borneo vorkommen) übrigens Dutch monkeys genannt…Die Krokos, die es angeblich in den Flüssen gibt, lassen sich nicht blicken, zumindest nicht, wenn man das Baden im Fluss sein lässt. In der Nacht blinken hunderte Glühwürmchen in den Bäumen wie Lichterketten – das ist wie im Märchen.
All das wird noch von den Stars des Nationalparks getoppt, den vom Aussterben bedrohten Orang Utans, die es außer auf Borneo nur noch auf Sumatra gibt. Ihnen zuzuschauen wie sie klettern, von Baum zu Baum turnen, Bananen mampfen, Nasenbohren und anderen recht menschlich anmutenden Betätigungen nachgehen, ist ein ganz besonderes Erlebnis. Die wuscheligen Affenjungen, die an ihren Mamas hängen, sind unheimlich herzig. Laut Guide Andy heißt der Regenwald übrigens deswegen so, weil die Orang Utans hoch oben von den Bäumen runterpinkeln – auch das haben die Beiden live miterlebt.
Nach der gemütlichen Bootsfahrt verbringen sie noch einen Tag & eine Nacht im Tanjung Harapan Dorf und mchen sich beim Kanu fahren mit ihren Paddelkünsten bei den Einheimischen lächerlich (wobei Hazel zugeben muss, dass der Lie da der Begabtere ist und sie die meiste Zeit chauffiert).
Inzwischen sind die Beiden – wieder nach 20 Stunden im Bus – zurück in Banjarmansin. Übermorgen folgt das nächste Abenteuer: Ein 3-Tages-Regenwaldtrek mit Rückfahrt am Bambusfloß…

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