Munduk, ganz weit draußen

Munduk, ganz weit draußen

Munduk also. Noch ein Stückchen weiter weg vom touristischen Bali. Hier sprechen nur relativ wenige Leute Englisch, also muss man z.T. gestikulieren um das zu bekommen, was man sich wünscht. Hazel und Lie kommen hier über eine Trekkingtour her (das Gepäck geht per Auto voraus) und beide sind total weg von der Djungeltour. Abgesehen von den drei unheimlich schönen unbekannten Wasserfällen (einer davon etwa 100 m hoch) sehen die beiden insgesamt knapp 40 Pflanzen in der Natur, deren Produkte wir z.T. täglich benutzen und dennoch keine Ahnung haben, wo sie eigentlich herkommen und wie sie aussehen. Ein paar Beispiele:

  • Kaffee (ein Busch; etwa mannshoch, mit grünen, später roten Kirschen, die, wenn man sie so isst ein bisschen nach Mango schmecken. Die Kerne (Kaffeebohnen) werden getrocknet und geröstet und schmecken als Balinesischer Kaffee einfach toll!
  • Kakao (ein Baum; die Früchte sehen aus wie Handgranaten und wachsen direkt aus dem Stamm. Es gibt gelbe, rote, und grüne, das Mark schmeckt nach Zitronenjoghurt, die Bohnen werden getrocknet und zerrieben und ergeben Kakaopulver.
  • Nelken (ein Baum; die Blüten riechen ungetrocknet wie wahnsinnig)
  • Muskatnuss (ein Baum; die Früchte sehen aus wie grosse Marillen. Im Innern ist die Nuss, mit einer roten Blüte, die ganz besonders toll schmeckt. Angeblich in Kombination mit Trompetrenbaumblüte eine Rauschdroge)
  • Betelnuss (ein Strauch; wenn man die Blätter kaut, färbt sich das Zahnfleisch rot und angeblich wird man auch high davon. Unser Guide hat eine Zipfelmütze auf und macht den Eindruck, die ganzen Pflanzen recht häufig persoenlich auszuprobieren…)
  • Pfeffer (ein Krautmit ribiselartigen Früchten. Getrocknet ergibt es weissen Pfeffer, fermentiert schwarzen)
  • Maniok (Wurzel, mit Klodeckelgrossen Blaettern)
  • Suesskartoffeln (Wurzel, unscheinbare Blattpflanze – urlecker!!!)
  • Jackfruit
  • Zitronen, Manadrinen, Bananen, Lychee usw.
  • Waschnuss (ein Baum, der Früchte traegt, mit deren Inhalt man Wäsche oder z.B. die Haende waschen kann)

Hazel erspäht dann noch eine (ungelogen) tellergrosse Spinne und gruselt sich. Nach Auskunft des Guides ist sie aber nur bei Verzehr giftig. Wer, um Himmels willen isst eine (so grosse) Spinne?

Als Tipp für alle, die in die Gegend kommen: Nehmt ein Zimmer im Puri Alam Bali in Munduk, die Aussicht vom Zimmer: 180 Grad Djungel, Vulkane, Hammer! Das ganze für knapp 10 Euro das Doppel (handeln!)

One Response »

  1. oh wie toll schaut das aber aus!!!
    wie auf der alm- nur exotischer.

    ich sitze im büro und fang an zu träumen, wenn ich eure berichte lese.
    in wien wecheln sich sonne und gewitter ab. aber was für gewitter, hui, blitze über den ganzen himmel.
    schön, wenn man drinnen sitzt.

    gestern waren babsi, sandi, kathi, reza und reini bei mir fußball schaun. die spanier haben gewonnen und der reini hat uns mit hilfe von cranberries und maiskörnern erklärt was ein abseits ist.
    jetzt spielen die deutschen am sonntag gegen die spanier— das wird spannend.

    heut früh waren wir dann noch radln- michi, du hast uns gefehlt.

    bu i

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